Kunst am Bau soll am Seetalplatz nicht zu kurz kommen
  • Kultur
So sieht das neue Gebäude aus, das vor das heutige Centrum Seetalplatz gebaut wird. Blick von Richtung der heutigen Zwischennutzung NF49. (Visualisierung: zvg)

Letzter Wettbewerb liegt Jahre zurück Kunst am Bau soll am Seetalplatz nicht zu kurz kommen

2 min Lesezeit 1 Kommentar 14.07.2020, 00:01 Uhr

Verschiedene öffentliche Bauten in Luzern glänzen mit kunstvollen Ergänzungen. Doch die letzten Projekte liegen Jahre zurück. Die Luzerner Regierung bei neuen Projekten wieder vermehrt darauf achten – zum Beispiel am Seetalplatz.

Der Kanton Luzern hat schon länger keine Wettbwerbsverfahren mehr durchgeführt, die im Bereich Kunst am Bau angesiedelt sind. Dieser Umstand hat Kantonsrat Urban Sager (SP) dazu bewogen, eine Anfrage zu platzieren.

In seiner Antwort versichert der Regierungsrat, dass Kunst am Bau ein «wichtiger Bestandteil der öffentlichen Bautätigkeit» sei. Es seien so lange keine neuen Projekte mehr ausgeschrieben wurden, weil in den letzten Jahren nur «kleinere oder weniger geeignete» Projekte realisiert wurden.

Bildungshäuser und Verwaltungsgebäude geplant

Nun stellt die Regierung aber in Aussicht, bei anstehenden Grossprojekten wieder kreativ zu werden. Genannt wird der Neubau des Zentralen Verwaltungsgebäudes am Seetalplatz, die Erneuerung und Erweiterung des Campus Horw, die Erweiterungen der Kantonsschulen Reussbühl und Sursee oder das Sicherheitszentrum Rothenburg.

Man wolle «dem Thema Kunst am Bau die nötige Beachtung schenken» und die Möglichkeiten zu deren Umsetzung prüfen, verspricht der Regierungsrat.

Der letzte Wettbewerb liegt neun Jahre zurück

In seiner Antwort verweist der Regierungsrat auch auf einige bereits umgesetzte Projekte – von denen das jüngste beim Berufsbildungszentrum Sursee doch schon neun Jahre zurückliegt.

Künstlerin Daniela Tuzzi durfte 2011 das BBZ Sursee verschönern. (Bild: visarte)

Als Beispiel wird auch die Haftanstallt Grosshof in Kriens genannt, die 1998 gebaut wurde. Hier wurden verschiedene Projekte realisiert, so etwa auch im Spazierhof des Gefängnisses.

Der gestaltete Spazierhof in der Haftanstalt Grosshof in Kriens. (Bild: Kanton Luzern)

Umgesetzt ist Kunst am Bau auch etwa bei der Luzerner Frauenklinik. Diese wurde 2001 neu gebaut. Sieben permanente Interventionen von Carmen Perrin wurden dabei umgesetzt – unter anderem ein golden gestalteter Raum.

Intervention von Carmen Perrin in der Luzerner Frauenklinik. (Bild: Visarte)

Die Zeit, in der der Kanton Luzern in Kunst am Bau investiert hat, liegt schon etwas zurück. Aber die genannten Projekte lassen darauf schliessen, dass sich das in den kommenden Jahren ändern wird.

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1 Kommentare
  1. Extravergine, 14.07.2020, 09:54 Uhr

    „Kunst am Bau“: Das ist doch in aller Regel das Allerletzte an aufgeblasenem Kitsch. Irgendwelche Farbkonzepte mit langen Erklärungen, Diskret-Dekoratives, das deswegen ausgewählt wird, weil es das Konzept des Architekten nicht stört, Schattenspiele und Wellenlinien, überteuerte Innendekoration. Die Fotos sprechen ja für sich. Die Grosshof-Deko ist geradezu strafverschärfend.

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