Kultur

Jetzt ist die Katze aus dem Sack
So wird das erste Luzerner Stadtfest!

  • Lesezeit: 4 min
  • Kommentare: 5
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Die OK-Präsidentin des Luzerner Stadtfest, Nicole Reisinger, ist sichtlich erfreut darüber, das Programm endlich präsentieren zu dürfen. (Bild: mik)

Am 24. und 25. Juni findet das erste Luzerner Stadtfest statt. Es wird kleiner und persönlicher als das Luzerner Fest, das zuletzt 2018 stattfand. Der Clou: Verschiedene Plätze werden ganz unterschiedlich bespielt – so dass für alle Luzernerinnen was dabei sein dürfte. Was du wo findest, siehst du auf der Übersichtskarte.

Kleiner, persönlicher und mehr für die Stadtluzerner: Nach Umorientierungs- und Corona-Pause findet im Sommer erstmals der Nachfolger des Luzerner Fests statt. Am 24. und 25. Juni 2022 steht die Leuchtenstadt ganz unter dem Motto «entdecke, fiire und begägne» (zentralplus berichtete). Lange machten die Veranstalterinnen ein Geheimnis um konkrete Programmpunkte. Nun lüften sie den Vorhang.

Plätze verschiedenen Musikstilen und Angeboten gewidmet

Ein Blick auf das Programm zeigt: Ein jeder soll auf seine Kosten kommen. So gibts beispielsweise beim Löwengraben ein Angebot, um Theaterluft zu schnuppern oder Konzerte verschiedener Formationen der Musikschule Luzern.

Am Mühleplatz hingegen entsteht mit regionalen Künstlern wie Anna Mae oder Pigs on Trees ein Strassenmusikfestivalambiente. Beim Weinmarkt können Luzernerinnen – passend zum Namen – Wein von lokalen Winzern zu Jazz- und Dixiemusik degustieren.

Wer die Fasnacht aufleben lassen will, findet seine Musik beim Fritschibrunnen. Dort gibts neben dem altbekannten Risottoessen verschiedene Fasnachtskleinformationen zu hören. Das Musikfestivalfeeling mit ausgelassenem Feiern vor grossen Bühnen gibts beim Theaterplatz. Hier treten Pop- und Rockmusikerinnen auf.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Die Bahnhofstrasse wird während zweier Tage zu einer Streetfood-Meile. Beim Jesuitenplatz gibt es ein Bierfestival, bei dem man mit einem Abo verschiedene Biere testen kann. Das Konzept «Luzern zu Tisch» vom letzten Jahr wird auf dem Löwendenkmal erneut angeboten.

Was du wo findest, siehst du auf der zentralplus-Übersichtskarte.

Ziel: Für jeden etwas

Der Blick aufs Festivalprogramm zeigt: Die Organisatorinnen versuchen, möglichst alle Geschmäcker und Altersgruppen zu bedienen. Angst, dass sich dadurch nur Gleiche zu Gleichen gesellen, hat OK-Präsidentin Nicole Reisinger nicht. «Es war auch schon vorher so, dass die Besucher in Gruppen und mit ihren Freunden Konzerte ihres Musikgeschmacks besucht haben.» Trotzdem könne man an den einzelnen Plätzen neuen Leuten begegnen.

Und das nicht zu knapp: Rund 60’000 Besucher erwarten die Veranstalter. Zum Vergleich: Das Luzerner Fest hat jeweils rund 100’000 Personen in die Leuchtenstadt gelockt. Damit es nicht ganz so viele werden, haben die Veranstalter bewusst auf Medienpartner oder grosse Headliner verzichtet. Auch das Werbebudget wurde massiv heruntergeschraubt. So sollen weniger Besucherinnen von weither kommen. «Aber letzlich wissen wir schlicht nicht, wie viele kommen werden», räumt Geschäftsstellenleiter Christoph Risi ein.

Die Köpfe hinter dem Stadtfest (von links): Geschäftsstellenleiter Christoph Risi, OK-Präsidentin Nicole Reisinger und «Luzern hilft»-Stiftungspräsident Beat Däppeler.
Die Köpfe hinter dem Stadtfest (von links): Geschäftsstellenleiter Christoph Risi, OK-Präsidentin Nicole Reisinger und «Luzern hilft»-Stiftungspräsident Beat Däppeler.

Ein anderer Punkt, der Fragen aufwirft, ist die Bezahlmethode. Wegen dem Nachhaltigkeitsgedanken – und auch, um Diebstählen wie bei der Ausgabe 2018 vorzubeugen (zentralplus berichtete) – können die Gäste nur bargeldlos bezahlen. Schliesst man damit nicht ältere Luzerner, die nicht an diese Bezahlmethode nicht gewöhnt sind, vom Fest aus? Reisinger verneint: «Gerade die Corona-Pandemie hat dieser Bezahlmethode einen enormen Schub verliehen. Ich sehe inzwischen auch in meinem persönlichen Umfeld, wie 70-Jährige immer häufiger mit der Kreditkarte zahlen.»

Tombola mit Glücksfee Beat Züsli

Nach wie vor steht das Fest im Zeichen der Solidarität. So werden auch in diesem Sommer Festabzeichen verkauft. Die Pins wurden vom Luzerner Künstlerduo QueenKong designt. Eine Neuerung gibts trotzdem: Neu werden für einen Aufpreis limitierte Silver- und Goldabzeichen verkauft. Diese sind auf 500 Stück zu 30 Franken und 300 Stück zu 150 Franken begrenzt.

Mit dem Kauf eines Spezialabzeichens nimmst du automatisch an einer Tombola teil, deren Preise von lokalen Unternehmen gesponsort wurden. Am Samstagnachmittag und -abend wird Glücksfee und Stadtpräsident Beat Züsli die Gewinnerinnen ziehen. Die Abzeichen sind bereits vorab bestellbar.

Das diesjährige Logo wurde vom Luzerner Künstlerduo QueenKong designt.
Das diesjährige Logo wurde vom Luzerner Künstlerduo QueenKong designt.

Weiter steht die Idee im Raum, mit Clubs zusammenzuarbeiten, wobei das Abzeichen als «Rabattcoupon» beim Eintritt funktionieren würde. Denn draussen wird die Musik diesen Sommer bereits um Mitternacht verstummen. Partygänger können in lokalen Clubs weiter feiern. «Hier stecken wir aber noch in der Planung», so Reisinger. Ein erster Club, der mitmacht, ist der Rok Klub an der Seidenhofstrasse.

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5 Kommentare
  1. Nathi B., 03.05.2022, 20:46 Uhr

    Ein Stadtfest ohne Bargeld? Das passt überhaupt nicht. Was ist denn das für ein Spiel? An so einem Anlass gehört Bargeld unters Volk.

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  2. Daniela helfenstein, 22.04.2022, 20:23 Uhr

    Ich finde es nicht gut ohne Bargeld das Stadtfest durchzuführen. Es gibt Leute ab 50 Jahren. Die weder twint noch eine Kreditkarte haben.

    Gruss Daniela Helfenstein

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  3. Ron Spike, 22.04.2022, 16:44 Uhr

    Offensichtlich ein Fest nur von, mit und für Frauen, wenn man den Text so liest. Schade.

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  4. Michel von der Schwand, 22.04.2022, 09:21 Uhr

    Vielleicht besucht die Schwester Fritschi ja mal das Stadtfest. Ansonsten geht das Ganze wohl in Richtung organisierter Sauglattismus ohne Grende und Konfetti mit ewig gleichem musikalischem Verbrechen auf die Ohren. Da wünscht man sich doch etwas Hochwasser.

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  5. Thomas Aeberhard, 21.04.2022, 16:38 Uhr

    Freue mich darauf. Nur hätte ich mir eine attraktivere Glücksfee als Beat Züsli vorstellen können 😉

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