Kultur
Nach 30 Jahren

Luzerner Gitarrist Marco Jencarelli verlässt Fankhauser

Gitarrist und Bandleader Marco Jencarelli verlässt nach 30 Jahren und gut 2500 Konzerten Philipp Fankhausers Band. (Bild: dasoffice)

Er gehört vielleicht nicht zu den Namen in der Musikindustrie, welche jeder kennt. Sein Schaffen ist allerdings in der Branche gewichtig. Bei rund 2'500 Konzerten stand Marco Jencarelli auf der Bühne mit Philipp Fankhauser. Jetzt verlässt er die Band.

Dass der Luzerner Bandleader und Gitarrist ein wichtiger Teil der Musikszene ist, beweisen auch die Aussagen von seinem langjährigen Bühnen- und Studiopartner, Philipp Fankhauser. «Als ich 1992 das erste Mal von diesem jungen, grossartigen Gitarristen aus Luzern hörte, nahm es mich schon wunder, ob ich den in meine Band holen können würde», erinnert sich Philipp Fankhauser.

Das Unterfangen klappte und die beiden zogen danach rund dreissig Jahre von Bühne zu Bühne. Marco Jencarelli wurde nicht nur auf der Bühne ein wertvoller Partner für Fankhauser, sondern auch im Studio.

Marco Jencarelli – Gitarrist und Produzent

Seit 2003 haben die beiden insgesamt neun Alben produziert. So hat Jencarelli auch bei Fankhausers siebzehntes Album, «Heebie Jeebies – The Early Songs of Johnny Copeland» mitgewirkt. Dieses ist derzeit am Entstehen und wird am 16. Dezember erscheinen. «Marco und ich ergänzen uns auf ideale Weise. Ich bin eher für das grosse Ganze, die Wahl der Songs und den Ablauf einer Produktion zuständig. Marco, als sehr versierter Tonmeister mit goldenen Ohren, gibt den Songs den Sound und haucht ihnen die Seele ein.»

Im April hat sich Marco Jencarelli entschieden, auf der Bühne etwas kürzerzutreten und seine Zeit noch intensiver in sein Aufnahmestudio, die Soundfarm in Obernau-Kriens, zu investieren.

Der Luzerner erklärt seine Entscheidung auch mit der Pandemie. «Das Wegfallen der Pandemie-Massnahmen im April hat nicht nur unsere Konzertauftritte vervielfacht, sondern auch die Arbeit für mich als Produzent und Geschäftsführer der Soundfarm mächtig angekurbelt. Daher stellte sich mir die Frage, in welchem Bereich ich kürzertreten will. Und ich habe mich entschieden, mich in nächster Zeit auf die Aufgaben im Studio zu konzentrieren. Die tiefe Freundschaft zu Philipp, meinen Mitmusikern und dem Fankhauser-Team machten diese Entscheidung nicht leicht.»

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