Pilatus Arena: Krienser Stadtrat soll «Falschaussagen» prüfen
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Gibt zu reden: Das geplante Hochhaus der PilatusArena. (Bild: zvg)

Argumente der Gegner unter der Lupe Pilatus Arena: Krienser Stadtrat soll «Falschaussagen» prüfen

2 min Lesezeit 8 Kommentare 03.11.2020, 11:00 Uhr

Am 29. November entscheidet die Stimmbevölkerung der Stadt Kriens über die Teilzonenplanänderung und den Bebauungsplan zur Pilatus Arena. Nun gehen die Wogen hoch – wegen der Argumentation der Gegnerschaft.

Ein überparteiliches Komitee bestehend aus Vertretern der Grünen, GLP, CVP, JCVP, FDP und SVP macht sich Sorgen um das Projekt Pilatus Arena. Dies, nachdem ein Flyer der Gegnerschaft in Umlauf kam, in dem zum Beispiel behauptet wird, dass der Beirat Städtebau für den Mattenhof eine maximale Bauhöhe von 50 Metern empfohlen habe (zentralplus berichtete). Oder dass die Stadt der Pilatus Arena AG 22,3 Millionen Franken «schenken» würde, statt von der Mehrwertabgabe von 6 Millionen Franken zu profitieren, wie gegenüber dem Einwohnerrat versprochen wurde.

Die Gegner «suggerieren so, das Projekt der Pilatus Arena würde den Empfehlungen des Beirats nicht genügen» heisst es in einer dringlich eingereichten Interpellation der Krienser Einwohnerräte an den Stadtrat.

Welche der Behauptungen stimmen?

Laut Medienberichten würden die Gegner im Abstimmungskampf ein falsches Bild des Hochhauses zeichnen, Fakten verdrehen oder Unwahrheiten behaupten, wird beklagt. «In diesem Zusammenhang machen wir uns Sorgen, dass die Gegner versuchen, die Stimmbevölkerung mit gefälschten Fakten oder Halbwahrheiten zu manipulieren».

Die Einwohnerräte halten weiter fest: «Das Projekt wurde in den letzten Jahren sorgfältig geplant. Die Initianten und Investoren haben eng mit der Stadt Kriens und LuzernPlus zusammengearbeitet». Nun will man vom Stadtrat wissen, welche dieser Behauptungen stimmen.

Die Forderungen des Einwohnerrates seien im Projekt aufgenommen worden und werden umgesetzt, betonen die Räte. Im Einwohnerrat haben alle Fraktionen die Vorlage unterstützt. Sie wurde von fast allen Parlamentariern angenommen.

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8 Kommentare
  1. Peter Lüdi, 05.11.2020, 16:42 Uhr

    Wann hört das Prokomitee auf zu suggerieren, die Stadt Kriens bekommen eine Eventhalle geschenkt? Das ist einfach nicht wahr, die Halle wird einer Betreibergesellschaft überschrieben, diese vermarktet dann die Halle. Die Stadt Kriens hingegen bezahlt für die Nutzung der Halle im Rahmen des Schulsports Gebühren. Das sind die Fakten.

  2. Christoph Buerkli, 04.11.2020, 15:59 Uhr

    Dem politischen Gegner „Falschaussagen“ zu unterstellen, aber selber keine realistischen Visualisierungen für das 110m Hochhaus zu machen, finde ich – höflich ausgedrückt – etwas eigenartig. Ich wünschte mir, dass das überparteiliche Pro-Komitee den Mut hat, die Dimensionen des 110m Hochhauses (und auch des 50m Hauses und der Halle) realitätsgetreu und nicht perspektiv verzerrt und abgeschnitten darzustellen – und zwar aus verschiedenen Perspektiven. Wie sieht ein solches Gebäude konkret aus von verschiedenen Standorten (Dattenberg, Sonnenberg, Dorfplatz, Allmend, Schlössli, Schattenberg, Zentrum, Horw usw..)? Wie weit verschattet es? Nur soviel: Das Dach inkl. technischer Aufbauten liegt 27 Höhenmeter unter dem Schulhaus Gabeldingen.

    1. Emma Medici, 04.11.2020, 23:24 Uhr

      Bravo – genau meine Worte! Die Initianten sollen endlich mit offenen Karten spielen und ehrliche Visualisierungen veröffentlichen. Oder hat man etwa Angst, das es zur Ablehnung führen könnte?

      Ich werde jedenfalls bei solchen Taschenspielertricks ein NEIN in die Urne legen.

  3. Bruno Amrhein, 03.11.2020, 15:01 Uhr

    Offenbar haben gewisse Kreise etwas Mühe, so genannte „falsche Fakten“ und „Unwahrheiten“ selber konkret zu beweisen. Jetzt holen sie den Stadtrat zu Hilfe lassen sich wohl die Abstimmungsbotschaft und den seinerzeitigen Planungsbericht vorlesen. Es ist eine sehr billige und hilflose Methode, dem politischen Konkurrenten Unehrlichkeit vorzuwerfen.

  4. Michelle Schmidig, 03.11.2020, 14:31 Uhr

    Als ich am 14.10.20 an der Podiumsdiskussion fragte, weshalb der Entscheid des Beirats über eine Maximalhöhe von 50 Metern nicht berücksichtigt wurde, da konnte selbst Nick Christen mir keine klare Antwort geben, ausser, dass es schlussendlich einstimmig war, die 110 Meter Höhe zu realisieren.
    Nun habe ich mich über die Begrifflichkeiten informiert:
    1.Auf dem Grundstück „Mattenhof 2“ soll gebaut werden.
    2. Der anschliessende Kreisel heisst „Mattenhof(-Kreisel)“
    3. Das Anliker-Areal am Kreisel heisst „Mattenplatz“, dafür gibt es auch Bebauungspläne.

    Für mich ist es logisch, dass vom unbebauten „Mattenhof 2“ 2018 als vom Mattenplatz gesprochen wurde (Bevor der Namen anderweitig vergeben wurde), und ich deshalb auch annahm, dass der Beirat sich für die Maximalhöhe von 50 Metern auf dem ganzen Grundstück aussprach.
    Im ganzen Protokoll der Sitzung des Beirats Städtebau LuzernSüd vom 26.11.2018 wird zweimal der Begriff Mattenplatz genannt, und es ist in keiner Weise ersichtlich, dass nicht das ganze Bebauungsareal damit gemeint ist.
    Also wer macht nun Falschaussagen?

  5. Kasimir Pfyffer, 03.11.2020, 12:28 Uhr

    Oh, die Krienser Betonlobby hat die Hosen voll! Das Ja zur Einzonungsinitiative hat sogar diesen Kreisen gezeigt, dass man mit dem ewigen „Wachstum“ und „gute Steuerzahler“-Gewäsch nicht mehr durchkommt. Ich wünschte, die fraglichen Parteien und Personen würden so verbissen für Lebensqualität (weniger Verkehr, weniger Beton, mehr Natur) kämpfen. Aber die $$$$$$$$$ waren ihnen schon immer wichtiger.

    1. Ernst Zimmermann, 03.11.2020, 18:43 Uhr

      Also auf deinen miesen Kommentar kann ich als Krienser Stimmbürger verzichten. Es wird ja trotz Einzonungs-Initiative weiter gebaut werden können, da ja noch so viel Land schon als Bauland eingezont ist.

    2. Joseph de Mol, 04.11.2020, 06:38 Uhr

      Das blinde und hörige Vertrauen in die Entscheidungen und Vertrauenswürdigkeit ihrer Politiker, wird die Krienser noch teuer zu stehen kommen. The best is yet to come!

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