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Krienser Komitee hält an Forderungen fest
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Ein grünes Autobahndach – so sieht die Visualisierung des Projekts aus. (Bild: screenshot bypasslu.ch)

Projekt Bypass soll weiter optimiert werden Krienser Komitee hält an Forderungen fest

2 min Lesezeit 23.11.2017, 08:29 Uhr

Die Grosshofbrücke als Teil des Bypass soll ein «neues Eingangstor zu Kriens» werden. Das entsprechende Projekt wurde diesen Herbst präsentiert. Das Komitee «Bypass – so nicht!» sieht weiteren Handlungsbedarf. Es hält an seinen Forderungen fest und hat nun auch zwei Vorstösse im Krienser Einwohnerrat eingereicht.

Kürzlich präsentierte das Bundesamt für Strassen ASTRA das Sieger-Projekt «VIVA» der Zürcher Planergemeinschaft Grosshof  zur Neugestaltung des Südportals (zentralplus berichtete). Das überparteiliche Komitee „Bypass – so nicht!“ betrachtet das «Brückenhaus» als interessanten und gefälligen Bau, wie es in einer Mitteilung schreibt. Im Bereich Lärm- und Immissionsschutz sowie der Ortsbildgestaltung wird das Projekt für seinen lokal begrenzten Raum als gelungen bezeichnet.

Doch dies bleibe nur eine halbe Sache, wenn die weitere Strecke bis zur Arsenalbrücke ohne Einhausung geführt werde. Denn nur dadurch werde, wie mit der Petition klar gefordert, für Kriens eine akzeptable Minimierung des beträchtlichen Ortsbild-und Umweltschadens erreicht. Zudem zerschneide der Bypass das neue Gebiet in Luzern Süd und beeinträchtige es in seiner Attraktivität stark. Dieses Gebiet sei nicht nur für Kriens, sondern für den ganzen Kanton von grosser wirtschaftlicher Bedeutung. Das Komitee schreibt: «Wir werden mit unserer Forderung auf Einhausung bis in den Bereich der Arsenalstrasse hart bleiben.» Dabei hofft man auf Unterstützung in der ständerätlichen Verkehrskommission, bei der die Krienser Petition mit dieser Forderung noch hängig ist.

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Im zweiten Teil der Petition wird wir ein ganzheitliches, auf die zukünftigen Verkehrsentwicklungen ausgerichtetes adäquates Verkehrskonzept gefordert. Dieses soll die Verkehrsprobleme, die durch den Bypass verursacht werden, nachhaltig lösen. Der Kantonsrat hat kürzlich auf Antrag der Verkehrskommission mit 107:0 Stimmen den Regierungsrat aufgefordert, mit Kriens und Luzern den Dialog zu intensivieren und mit diesen Gemeinden eine möglichst einvernehmliche Lösung zu finden.

Zudem sei der Regierung der Auftrag gegeben worden, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kriens zeitgleich ein für alle Verkehrsträger optimiertes Verkehrssystem zu entwickeln. Dies bedeute einen Kurswechsel, da in der bisherigen Haltung der Regierung sowohl im Bereich der Forderungen des Komitees an das ASTRA als auch in den kantonalen Bereichen (deutliche Verkehrsverbesserungen im Bereich Portal Süd) leider keine wirkliche Unterstützung auszumachen war.

Damit sich die Gemeinde Kriens wirksam für seine Anliegen in den laufenden Projektierungsprozess einbringen könne, sei es zentral, sich möglichst rasch mit einer klaren Haltung zu positionieren. Das Komitee hat daher zwei dringliche Vorstösse im Einwohnerrat eingereicht, womit ei Positions-Bericht der Gemeinde verlangt wird und damit gleichzeitig der Druck, die Krienser Forderungen zu realisieren, weiter aufrechterhalten bleiben soll. «Die Zeit drängt, und wir werden es nicht zulassen, dass uns die Felle davon schwimmen», heisst es in der Medienmitteilung abschliessend.

 

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