Krienser Gemeinderat wehrt sich gegen Bahnübergang-Schliessungen
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Der Bahnübergang an der Wegmattstrasse zwischen Horw und Kriens. (Bild: Screenshot Google)

Horwer Pläne stossen auf Widerstand Krienser Gemeinderat wehrt sich gegen Bahnübergang-Schliessungen

2 min Lesezeit 05.10.2017, 12:11 Uhr

Die Gemeinde Horw möchte zwei wichtige Bahnquerungen für Velofahrer und Fussgänger ins Wohnquartier Kuonimatt in Kriens kappen. Die Pläne kommen beim Krienser Gemeinderat gar nicht gut an. Er wird sich für die beiden Übergänge einsetzen, wie er nun mitteilte.

Täglich fahren hunderte Velofahrer und Fussgänger zwischen der Krienser Kuonimatt und der Gemeinde Horw über die beiden Bahnquerungen an der Wegmatt- sowie der Krienserstrasse. Die beiden Übergänge sollen aber wegfallen, wenn es nach der Gemeinde Horw geht.

Nun hat der Krienser Gemeinderat einen Bericht zur Situation vorgelegt, dies auf Drängen des Krienser SP-Einwohnerrat Cla Büchi im vergangenen Januar. Der Krienser Gemeinderat will sich für den Fortbestand der beiden Bahnübergänge einsetzen. Rund um die betroffenen Bahnübergänge werden etliche Entwicklungsgebiete geplant oder gebaut. Dazu gehören die Gebiete Nidfeld, Schweizhof, Mattenhof I und Mattenhof II inklusive Pilatusarena (zentralplus berichtete).

«Langsamverkehr fördern statt einschränken»

Im speziellen die Verbindung zwischen Kriens und Horw über die Horwer- und Krienserstrasse sei unbedingt zu erhalten, findet die Krienser SP. Es sei mit einem Verkehrskonzept auf der Grundlage des Verkehrskonzepts Luzern Süd darzulegen, wie direkte und attraktive Verbindungen zwischen Kriens und Horw aufrechterhalten oder neue geschaffen werden können.

Die Schliessung einer oder gar beider bestehenden Übergänge würde die Attraktivität des Langsamverkehrs reduzieren, findet der Krienser Gemeinderat. «In Anbetracht der Kapazitätsgrenzen der Strasseninfrastruktur soll der Langsamverkehr gefördert und nicht eingeschränkt werden», schreibt er im Bericht. Die neue Unterführung für Velofahrer und Fussgänger, welche die Gemeinde Horw im Horwer Schappe-Areal plant, könne die beiden Übergänge aus Sicht von Kriens nicht kompensieren.

Auch die Gleisquerung auf der Krienser-, respektive Horwerstrasse will Horw in dieser Form aufheben.

Auch die Gleisquerung auf der Krienser-, respektive Horwerstrasse will Horw in dieser Form aufheben.

(Bild: Google Screenshot)

Im Horwer Planungsbericht 2015 ist vorgesehen, die beiden oberirdischen Bahnübergänge Horwerstrasse und Wegmattstrasse aufzuheben. Als Ersatz wird der Bau einer Unterführung für Fussgänger und Radfahrer angestrebt.

Dies unter anderem deshalb, weil die Züge der Zentralbahn ab 2021 im 7,5-Minuten-Takt fahren. Das würde an der Wegmatt- und der Krienserstrasse längere Wartezeit bedeuten. Zurzeit bilden diese Bahnübergänge wichtige Verbindungen zwischen Horw und Kriens und ermöglichen für Fussgänger und Velofahrer eine schnelle Querung der Bahnlinie.

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