Krienser dirigiert neu den grössten regionalen Wirtschaftsverband
  • News
Der neue Direktor der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz: Adrian Derungs. (Bild: Apimedia)

Adrian Derungs nimmt Herausforderung an Krienser dirigiert neu den grössten regionalen Wirtschaftsverband

2 min Lesezeit 07.01.2020, 11:34 Uhr

Der Neujahrsapéro der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz (IHZ) stand ganz im Zeichen der Veränderung. Adrian Derungs löste Felix Howald als Direktor ab. Auch wirtschaftspolitisch erwartet die Zentralschweiz ein bewegendes Jahr.

«The show must go on». Der weltbekannte Songtitel von Queen widerspiegelt laut einer MItteilung die aktuelle Stimmungslage innerhalb der IHZ. Dies verdeutliche der traditionelle Neujahrsapéro im Hotel Schweizerhof in Luzern verdeutlichte.

Die wichtigste Veränderung trat mit dem Jahreswechsel in Kraft: Felix Howald, der sich während zehn Jahren als Direktor für das Wohl des grössten Wirtschaftsverbandes der Zentralschweiz engagierte, übergab das Zepter an Adrian Derungs. Der 40-jährige Krienser, der die IHZ aus seiner früheren Anstellung als wirtschaftspolitischer Mitarbeiter bestens kennt, dankte dem Vorstand für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und freute sich, «nach Hause zurückzukehren und das wirtschaftliche Wohlergehen künftig aktiv mitzugestalten». Howald wurde derweil von den über 500 Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft mit grossem Applaus verabschiedet.

Mehr Ikonen gesucht

In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr nahm IHZ-Präsident Andreas Ruch Bezug auf den Klimawandel, der im Herbst die Wahlen stark beeinflusst und in der Wirtschaft ein Umdenken auf breiter Ebene eingeleitet habe. Mit einigen Sorgenfalten betrachtet er den Handelsstreit zwischen den USA und China, der zu einer Abkühlung der Weltwirtschaft führte und mittlerweile sogar Schweizer und Zentralschweizer KMU zu schaffen macht. Zukunft ungewiss. Schwer abzuschätzen seien auch die Auswirkungen des Brexit auf unsere Wirtschaft.

Für die kommenden zwei Quartale erwartet Ruch ein moderates Wachstum bei den Umsätzen, Investitionen und auch bei der Beschäftigung. Es wäre jedoch falsch, sich auf die positiven Prognosen zu verlassen. «Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung ist gross und die Gefahr, dass sich auf internationalem Parkett etwas zusammenbraut, real.»

Statt des grassierenden Managertums wünscht sich Ruch deshalb mehr Unternehmer-Ikonen wie Alfred Escher, Gottlieb Duttweiler oder Nicolas Hayek. Um die wachsenden Herausforderungen im neuen Jahr bestmöglich zu meistern, werde sich die IHZ weiterhin für verantwortungsvolles Unternehmertum, für mehrheitsfähige Lösungen in der Politik und zudem für eine positive Wahrnehmung der Zentralschweizer Wirtschaft einsetzen.

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

War dieser Artikel nützlich für Dich?
Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare

Abonniere den Newsletter

Und erhalte unsere Post ganz nach Deinen Bedürfnissen und Wünschen: Täglich oder wöchentlich.