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Urteil im Luzerner IT-Debakel Korrupter Dienststellenleiter muss 230’000 Franken zahlen

1 min Lesezeit 08.08.2017, 14:26 Uhr

Das Luzerner Kriminalgericht hat dene ehemaligen Leiter der Dienststelle Informatik zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 2 Jahren verurteilt. Der Mann habe sich korrupt und egoistisch verhalten.

Der Angeklagte war Chef der Dienststelle Informatik während den Jahren 2010 und 2011. In dieser Funktion hatte er Aufträge an Firmen vergeben und dafür die Provision von 226’000 Franken eingeheimst. Der Mann machte Verträge mit Lieferanten, mit denen er früher bereits zusammengearbeitet hatte.

Im Februar befand das Kriminalgericht den Mann für schuldig und verurteilte ihn zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren. Die knapp 230’000 Franken muss der Beschuldigte zurückzahlen. Zudem hat er eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 120 Franken (insgesamt 10’800 Franken) zu bezahlen, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von 2 Jahren.

Das Gericht begründete, der Mann habe aus egoistischen Motiven seine Stellung als Chef der Diensstelle ausgenutzt und sich korrupt verhalten. Der Verurteilte hat die Verfahrenskosten von fast 30’000 Franken zu tragen.

Dem Mann kam im Urteil zu Gute, dass der Mann eine grosse Lohneinbusse, die er als Verwaltungsangestellter gegenüber der vorherigen Tätigkeit hatte, ausgleichen wollte. Auch wurde berücksichtigt, dass der Mann schon vor seiner Anstellung beim Kanton legal Provisionen bei den Aufträgen der Dienststelle bezogen hatte. Von der Urkundenfälschung wurde der Mann freigesprochen.

Gegen das Urteil ist Berufung angemeldet.

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