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Korporation hat nichts gegen die Rebells
  • Politik
Wenns nach der Korporation geht, können sie noch lange bleiben: Die erste Mannschaft der Oberwil Rebells, gerade wieder Schweizermeister geworden. (Bild: zvg )

Streethockey Zug Korporation hat nichts gegen die Rebells

3 min Lesezeit 28.05.2014, 12:17 Uhr

Der Zuger Stadtrat soll nach dem Nein zur Rebells-Halle neue Verhandlungen mit der Korporation aufgreifen, damit der Streethockey-Club Oberwil Rebells auf unbefristete Zeit im Herti trainieren darf. Das verlangt die CVP in einer Motion. Die Korporation allerdings winkt ab: «Diese Verhandlung haben wir schon längst geführt», sagt Korporations-Präsident Urban Keiser. Wie lange die Rebells bleiben können, das liege bei der Stadt.

Kaum war am 18. Mai die Abstimmung zu Rebells-Halle vorbei, kaum hatte der Zuger Stadtpräsident Dolfi Müller die Resultate vorgelesen, schon hatte die CVP-Fraktion im Grossen Gemeinderat ihre Motion zum Thema gezückt (zentral+ berichtete): Die Rebells sollen, so die CVP, auf ihrem bis 2019 provisorisch bewilligten Sportplatz in der Herti definitiv weitertrainieren können.

Die Oberwil Rebells trainieren seit 2008 auf dem Platz im Herti, den die Stadt Zug von der Korporation mietet. Die Korporation hat gerade die Nutzungseinschränkung für die Rebells bis 2019 verlängert: Der Platz darf weiterhin nur für die Rebells genutzt werden. Dieses Provisorium möchte die CVP definitiv festlegen: Die Rebells sollen unbefristet im Herti trainieren dürfen. Dafür soll die Stadt Verhandlungen mit der Korporation aufgreifen.

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Angst vor Einsprachen

Bei der Korporation allerdings rennt die CVP-Fraktion damit offene Türen ein: «Diese Verhandlungen haben wir schon längst geführt», sagt Korporations-Präsident Urban Keiser: «Die Motion ist nicht sehr gut fundiert. Die Stadt mietet den Platz seit 2008 für 25 Jahre, also bis 2033. Was wir jetzt auf 2019 verlängert haben, ist bloss die Nutzungseinschränkung.» Man habe damals eine Nutzungseinschränkung für den Platz eingeführt, da man einige Anwohner davon abhalten wollte, Einsprache zu machen. «Damals hatten viele Anwohner Angst, der Sport würde zu viel Lärm machen, die Banden und die Schläger», so Keiser. «Deshalb, und weil man für die Rebells in Oberwil einen Standort suchte, hat man das als Provisorium eingerichtet.»

Die Stadt habe eine Nutzungsbeschränkung gewünscht, um Einsprachen vorzubeugen. «Heute ist das kein Thema mehr: Bei der Verlängerung der Nutzungseinschränkung hat kein Anwohner mehr Einsprache erhoben.» Der Platz steht also bis 2033 der Stadt zur Verfügung. Insofern sei die weitere Verlängerung der Nutzungseinschränkung eine Formsache. Ob die Rebells hier weiter trainieren dürften, liege also vor allem daran, ob die Stadt das möchte: «Sie hat den Platz gemietet, und sie zahlt ja ihre Miete.»

Nach 25 Jahren neu beurteilen

Trotzdem könne man noch nichts darüber sagen, was nach dem Ablauf der 25 Jahre Mietsdauer auf dem Gelände passieren soll. «Das ist zu weit weg, da muss man neu beurteilen. Man wird dann abklären, ob es eine Option für eine Verlängerung gibt, ob das überhaupt sinnvoll ist. Die Stadt verändert sich ja auch in 25 Jahren, und die Rebells ebenfalls.»

Stadtpräsident Dolfi Müller hatte nach der Abstimmung gesagt, die Rebells müssten im Herti bleiben können. Für die Motion der CVP hat er deshalb Verständnis: «Der Goodwill im Stadtrat für die Motion ist gross.» Sobald die Motion überwiesen wird, werde der Stadtrat die nötigen Abklärungen treffen und herausfinden, welche Ergänzungen im Vertrag mit der Korporation notwendig wären, «damit die Rebells weiter im Herti spielen können. Wenn die da Schweizermeister werden, dann ist das doch wunderbar.»

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