Kommt der zweite Klotz nun auch noch – oder doch nicht?
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Noch steht erst die 1. Etappe des «Quadroliths» in Baar. Doch die Alfred Müller AG hat nun versichert, dass auch die zweite Etappe definitiv gebaut wird. (Bild: woz)

Baarer Quadrolith-Neubau zu 93 Prozent vermietet Kommt der zweite Klotz nun auch noch – oder doch nicht?

3 min Lesezeit 22.09.2017, 04:15 Uhr

Tausende fahren täglich auf der Nordzufahrt an dem Neubau auf der grünen Wiese in Baar vorbei. «Quadrolith» heisst das Megaprojekt mit 27’000 Quadratmetern an verfügbarer Büromietfläche, welche die Baarer Alfred Müller AG dort baut. Fraglich ist, ob die zweite Etappe des wuchtigen Neubaus überhaupt noch geplant ist.

Noch nicht einmal das erste «U» des Grossprojekts der Alfred Müller AG ist komplett vermietet. Wie ein U sehen nämlich jeweils die beiden Teile der zwei Bauetappen aus, die da auf der grünen Wiese an der Gemeindegrenze von Baar in die Höhe wachsen sollen.

Zwar sind es im Endausbau nur sechs Stockwerke pro Etappe, aber die auskragenden Obergeschosse und die geplante goldene Gebäudehülle wirken architektonisch sehr dominant, um es sanft zu formulieren. Man könnte auch klotzig sagen.

Die Frage ist allerdings, ob die zweite Etappe des «Viersteins» («Quadrolith») auch tatsächlich noch gebaut wird. Denn die Vermietung der «flexibel nutzbaren Mietflächen», wie sie von der Alfred Müller AG beworben werden, harzte anfangs.

Seit dem Spatenstich der ersten Etappe im Februar 2016 hat sich zwar das Biotechnologieunternehmen Biogen zu grossen Teilen auf den 12’000 Quadratmetern eingemietet. Aber auch im ersten Block sind laut Homepage des Projekts noch 704 Quadratmeter Fläche verfügbar. 

«Wir sind quasi alle Sorgen los.»

Christoph Müller, Verwaltungsratspräsident der Alfred Müller AG

Doch aus Sicht von Christoph Müller, Verwaltungsratspräsident und Mitinhaber der Alfred Müller AG, sieht die ganze Sache sehr rosig aus. «Die erste Etappe ist mittlerweile zu 93 Prozent eingemietet. Und neben dem Biotechnologieunternehmen Biogen haben inzwischen auch andere kleinere Firmen Gebäudeflächen reserviert – wir sind quasi alle Sorgen los.» Um welche anderen Firmen es sich neben Biogen im Quadrolith handelt, könne er zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Die Mieter werden Mitte 2018 einziehen.

Quadrolith soll keine halbe Portion bleiben

Und Müller gibt sich kämpferisch, was die Zukunft angeht. Sprich: Der Quadrolith soll keine halbe Portion bleiben. «Wir sind so risikofreudig, dass wir definitiv auch die zweite Etappe des Quadroliths bauen, auch wenn wir noch keine konkreten Interessenten haben.» Wann mit der zweiten Etappe konkret begonnen werde, sei noch offen.

Gülden-anthrazit und sehr klotzig: So soll der «Quadrolith» an der Nordzufahrt im Endausbau aussehen.

Gülden-anthrazit und sehr klotzig: So soll der «Quadrolith» an der Nordzufahrt im Endausbau aussehen.

(Bild: zvg)

Christoph Müller macht dabei kein X für ein U. «Wir konzentrieren uns derzeit eben erst einmal auf die Fertigstellung der neuen Geschäftshäuser Helix in Cham auf dem Areal von Amag. Die Amag zieht dort ebenfalls auf die insgesamt 11’500 Quadratmeter an neuer Gewerbefläche ein.»

Weitere 15’000 Quadratmeter kommen hinzu

In Baar kommen mit der Realisierung der zweiten Etappe des «Quadroliths» weitere 15’000 Quadratmeter an Bürofläche hinzu. Die Innenhöfe der U-förmigen Gebäude sollen dabei besonders grün gestaltet werden. Der Quadrolith wird dann auch mit dem Hauptsitz der Alfred Müller AG, der unmittelbar dahinterliegt, verbunden werden.

Die beiden U-förmigen Gebäude des Quadroliths. Der linke Teil steht schon, der rechte steht noch in den Sternen.

Die beiden U-förmigen Gebäude des Quadroliths. Der linke Teil steht schon, der rechte steht noch in den Sternen.

(Bild: zvg)

Auch Baars Bauchef Paul Langenegger zeigt sich optimistisch, was die Zukunft des Quadroliths anbelangt. «Ich bin mir sicher, dass die zweite Hälfte noch gebaut wird.» Grossflächige Büroräume seien derzeit gesuchter als kleine. Die Baubewilligung für den Quadrolith gelte zwei Jahre. «Danach kann man jeweils drei Mal für ein Jahr verlängern.» Die Alfred Müller AG hat also noch reichlich Zeit.

«Spricht auch für Zug»

«Wir sind stolz auf den bisherigen Stand der Vermietung und werden jeden Tag für unseren Neubau gelobt», versichert Müller. Das spreche für die Qualität der eigenen Vermarktung und für die ungebrochene Attraktivität des Kantons Zug. Müller ist auch überzeugt, dass sich für die zweite Etappe schnell neue Mieter finden, wenn die erste Etappe abgeschlossen sei und Unternehmen sehen könnten, wie sich das Ganze mache.

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