Kommissionen sind für den Ausbau des Gefängnisses Bostadel
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1977 erbaut: Die Strafanstalt Bostadel in Finstersee bei Menzingen. (Bild: wia)

Brandschutz ungenügend Kommissionen sind für den Ausbau des Gefängnisses Bostadel

2 min Lesezeit 18.01.2021, 15:54 Uhr

Die Justizvollzugsanstalt Bostadel in Menzingen soll für 66,6 Millionen Franken saniert und erweitert werden. Doch wird das den Bedarf in den nächsten 20 Jahren decken? Zuger Politiker fordern jedenfalls, dass eine Erweiterungsoption geprüft wird.

Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Bostadel wird von den Kantonen Basel-Stadt und Zug gemeinsam betrieben. Verurteilte mit besonderer Flucht- oder Gemeingefahr sitzen dort ihre Strafe ab. Die 1977 gebaute Anlage ist inzwischen jedoch veraltet – insbesondere was den Brandschutz, die Erdbebensicherheit und die Sicherheitsanlagen angeht.

Zudem hat sich auch die rechtliche Ausgangslage verändert. Der Bund empfiehlt heute, dass verwahrte Insassen von nicht-verwahrten getrennt werden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dies zur Pflicht wird. Auch deshalb haben sich die beiden Kantone entschieden, ein Neubauprojekt in Angriff zu nehmen.

Zug zahlt knapp einen Fünftel

Kosten wird das Ganze 66,6 Millionen Franken. Zug wird sich voraussichtlich mit 12,6 Millionen Franken daran beteiligen müssen. Als nächstes kommt ein Objektkredit über 5,35 Millionen in den Kantonsrat, mit welchen die Planung vorangetrieben werden soll.

Der Bericht und Antrag stiess in den Kommissionen auf keinen Widerstand. Die Kommission für Hochbau schlägt gar vor, dass eine zusätzliche Erweiterungsoption geprüft wird.

Gefängnis bleibt in Betrieb

Gleicher Ansicht ist die Staatswirtschaftskommission (Stawiko), wie die Regierung am Montag mitteilte. Diese wollte von der Regierung noch zusätzlich wissen, warum mit der Gesamtinstandsetzung erst 2028 begonnen werden kann und warum diese drei Jahre dauern wird. Der

Grund dafür ist, dass der Betrieb des Justizvollzugs während der ganzen Bauzeit weiter laufen wird – was zu einer längeren Realisierungsdauer führt. 2026 soll der Neubau der Spezialabteilung für ältere Gefangenen begonnen werden. Dieser wird während der Sanierung dann «verdichtet» genutzt.

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