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Kolin trifft noch einmal auf den König
  • Regionales Leben
Am Zuger Stierenmarkt gab es ein Wiedersehen von Esaf-Siegermuni Kolin und Schwingerkönig Christian Stucki. (Bild: uus)

Schwingerkönig besucht seinen Muni am Zuger Stierenmarkt Kolin trifft noch einmal auf den König

3 min Lesezeit 04.09.2019, 18:00 Uhr

Höhepunkt des diesjährigen Zuger Stierenmarktes ist das Wiedersehen von Schwingerkönig Christian Stucki und seinem Kolin. Für einmal war der Stier der Star. Doch in Zukunft wird Kolin wohl ein ruhigeres Leben führen.

Sie heissen Runzli, Winitu, Horat oder Zeus. Das sind die Namen der Tiere am Stierenmarkt in Zug. Fein säuberlich herausgeputzt und aufgereiht stehen sie da und präsentieren sich potenziellen Käufern und den vielen Schaulustigen auf dem Areal.

Unter den Prachtskerlen ist auch einer, der sich den Rummel inzwischen gewohnt ist, nämlich ESAF-Siegermuni Kolin. Mit stoischer Ruhe posiert er für Selfies, Shootings und bekommt dabei bedeutend mehr Streicheleinheiten von den Besuchern als seine Kollegen. Neben ihm da schnaubt sein Nachbar. Ist es Eifersucht auf den Starstier? Oder bloss der Durst, der bald von den Betreuern in ihren blauen Shirts gestillt wird?

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Esaf-Siegermuni Kolin (links) am Zuger Stierenmarkt. (Bilder: uus)

Zwei Prachtskerle treffen aufeinander

Kolin lässt der unruhige Kollege kalt. Bald wird er nämlich Besuch bekommen von seinem König, ebenfalls stark wie ein Stier, aber von anderer Gattung: Christian Stucki, der Berner, der den Innerschweizern bereits am Sonntag vor der Sonne gestanden hatte, besucht am Mittwoch seinen Lebendpreis (siehe auch unsere Bildergalerie).

Den wird er, wie die meisten Festgewinner, nicht mit nach Hause nehmen. «Weil er mir den Rasen vertschalpet», wie er in der Vorführarena zum wiederholten Mal erklären wird. Es gebe dafür aber auch noch einen anderen Grund. Dazu später.

«Kolin gehört zu Mändel.»

Schwingerkönig Christian Stucki

Zwei Besucher an den Absperrungen sind sich noch uneinig, ob nun der Schwingerkönig oder der Starmuni der wichtigere Gast sei. «Schade, dass es kein Zuger ist», knirscht der Mann mit dem grünen «Landi»-Käppi, der dabei wohl an Pirmin Reichmuth denkt.

Es gäbe aber Unsympathischere, insistiert seine Begleiterin und nennt zwei Namen, die hier nicht erwähnt sein sollen. Derweil schreitet Kolin mit seinen Betreuern in die Vorführarena.

Wiedersehen: Kolin, Christian Stucki und Mändel Nussbaumer. (Bild: uus)

Kolins neues Leben mit weniger Rummel

Vor grossem Publikum ist Kolin in seinem Element. Die Sonne lässt sein von Betreuer und neuem Besitzer Mändel Nussbaumer gestyltes Fell silbern glänzen. Schwingerkönig Stucki schaut zwar immer wieder zu Kolin hinüber, hält sich aber noch auf Distanz.

«Schwingen, schwingen, schwingen», sagt Stucki auf die Frage, wie man nun König wird. Und er verrät, dass es eben nicht nur der gepflegte Rasen sei, weshalb Kolin bei ihm zu Hause nicht richtig aufgehoben wäre: «Kolin gehört zu Mändel.»

Mändel fehlen die Worte

Das Zuger Publikum applaudiert. (Ob auch der Mann mit dem grünen Käppi klatscht, ist hingegen nicht bekannt.) Und Mändel Nussbaumer strahlt zwischen Kolin und Stucki, es fehlen ihm die Worte, als der Schwingerkönig ihm zu Kolin gratuliert.

Nun endlich packt Stucki Kolins Leine und lächelt zufrieden in die Kameras, während Kolin weiter cool bleibt. Voilà, die Reunion ist geglückt. Ein schöner Moment für die Ewigkeit, bevor die beiden Stars wieder ihrer Wege gehen: Der führt Stucki zur Autogrammstunde, die beweist, dass nicht nur junge Schwingerfreunde ihm viel Sympathie entgegenbringen, sondern auch erwachsene Zuger und Zugerinnen.

Und Kolin wird nach dem Fotoshooting wieder zu Mändel zurückkehren, bei dem er von nun an sein Stierenleben mit etwas weniger Rummel führen wird.

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