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Klares Ja zur ZHB
  • Politik
Das Gebäude der ZHB Luzern ist dringend sanierungsbedürftig. (Bild: PD / SRF)

Abstimmung Stadt Luzern Klares Ja zur ZHB

2 min Lesezeit 28.09.2014, 12:34 Uhr

Die Stadt Luzern will das Ensemble am Vögeligärtli erhalten und das Bauvolumen nicht vergrössern. Mit überzeugender Mehrheit haben die Stimmberechtigten die «Initiative zur Rettung der Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB)» der Grünen gutgeheissen. Der Stadtrat und die Initianten freuen sich über das deutliche Resultat.

In der Stadt Luzern freut man sich, dass die «Initiative zur Rettung der ZHB» deutlich angenommen wurde. «Die Stadtluzerner Stimmbevölkerung hat sich mit dem Ja klar dazu bekannt, dass die ZHB Luzern langfristig erhalten bleibt» schreibt der Stadtrat in einer Stellungnahme.

Mit diesem Entscheid sind der Abriss und ein Neubau aus Sicht der Stadt vom Tisch. Die ZHB Luzern sei für den Stadtrat «Teil eines aussergewöhnlichen, für die Stadt Luzern einmaligen, städtebaulichen Ensembles von hohem denkmalpflegerischem und architektonischem Wert». Er unterstützte deshalb die Unterschutzstellung der ZHB Luzern und befürworte deren rasche Sanierung durch den Kanton Luzern.    

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Grüne und SP wollen vorwärts machen

Bau- und Zonenordnung anpassen

Nach dem Ja zur Initiative wird die Bau- und Zonenordnung der Stadt Luzern voraussichtlich angepasst. Die ZHB Luzern und das Vögeligärtli sollen von der Ortsbildschutzzone B in die Ortsbildschutzzone A umgezont werden.

In der Ortsbildschutzzone A sind Änderungen in der Bausubstanz nur möglich, wenn die Erneuerung aus statischen Gründen unausweichlich ist und wenn es sich um Bauten oder Bauteile handelt, die für die historische Struktur des Quartiers oder des Gebäudes nicht von Bedeutung sind. Der Stadtrat wird das dazu nötige Verfahren sobald als möglich einleiten.

Nun liege es am Kanton, die nächsten Schritte für die Sanierung des ZHB-Gebäudes möglichst schnell zu tun, so die Grünen. «Der Entscheid der Stadt Luzern ist vom Kanton zu respektieren», sagt Kantonsrat Hans Stutz. Seine Fraktion hat heute ein Postulat eingereicht.

Zudem wollen die Grünen mit dem Postulat in der ganzen ZHB-Diskussion wieder zurück auf Feld eins. «Der Regierungsrat hat in der Junisession 2010 ein überzeugendes Sanierungsprojekt vorgelegt, das einerseits das Gebäude energetisch und technisch den heutigen Anforderungen entsprechend instand setzt und andererseits die erforderliche Nutzung als zeitgemässe und zukunftsorientierte Bibliothek ermöglicht.»

Gleiches wie die Grünen fordert auch die SP. Sie haben heute ebenfalls ein entsprechendes Postulat eingereicht. «Es wurde schon genug Geld für die Planung eines Gebäudes, das gar nie gebaut werden kann, verschwendet» schreibt Kantonsrat Marcel Budmiger. «Um weitere Kostensteigerungen zu verhindern soll die dringende Sanierung nun schnellstmöglich an die Hand genommen werden.»   

«Abbruch und Neubau faktisch nicht mehr möglich»

Der Regierungsrat wird die Vorbereitung des Wettbewerbsverfahrens für einen ZHB-Neubau per sofort sistieren und das Gespräch mit dem Kantonsrat suchen, wie er heute in einer Stellungnahme bekannt gab. «Mit dem Stadtluzerner Volksentscheid sind der Abbruch der ZHB und der vom Kantonsrat geforderte Neubau mit integriertem Kantonsgericht faktisch nicht mehr möglich», sagt Finanzdirektor Marcel Schwerzmann.

Für das Renovationsprojekt hatte der Kantonsrat im Februar 2010 einen Kredit von 18,88 Millionen Franken bewilligt, bevor er später zugunsten der Neubau-Variante auf seinen Entscheid zurückkam. Das Sanierungsprojekt ist nach wie vor im Finanzplan des Kantons Luzern eingestellt. 

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