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Kinderschutz: Schulen zögern bei Gefahrenmeldung

1 min Lesezeit 03.06.2014, 07:29 Uhr

Schulen werden oft als erste aufmerksam, wenn Kinder gefährdet sind. Doch diese zögern tendenziell Gefahrenmeldungen zu lange hinaus, wie eine neue Studie zeigt.

Die Schulen sind ein wichtiger Partner der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) und gehörten zu den wichtigsten Lieferanten von Gefährdungsmeldungen, sagt Markus Erni, Präsident der KESB Regionen Hochdorf und Sursee. «Ihre Meldungen machen einen wesentlichen Anteil aus», sagt Erni gegenüber der «Neuen Luzerner Zeitung».

Doch eine 2014 öffentlich gemachte Studie der Hochschule Luzern Soziale Arbeit (HSLU) hat unter anderem 230 Fälle aus der Zentralschweiz und Zürich untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass der letzte Schritt – die Gefahrenmeldung an die Vormundschaftsbehörden – zu selten gemacht wurde. «In der Tendenz wurde ein Eingreifen mittels Gefährdungsmeldung an die Behörden zu lange hinausgezögert. Oft waren die Schwierigkeiten schon seit dem Kindergarten bekannt», so Studienleiter Andreas Jud. Zu oft aber hätten sich die Verantwortlichen damit zufrieden gegeben, dass sich die Eltern kooperationsbereit gezeigt hätten. «So wurden Fälle, in denen die Behörden hätten eingreifen müssen, gar nicht erst gemeldet», erklärt Jud.

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