Kindern ohne Maske droht der (vorübergehende) Schulausschluss
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Das Tragen von Schutzmasken ist ab der fünften Klasse obligatorisch. (Bild: Symbolbild Adobe Stock)

Maskenpflicht an Luzerner Schulen Kindern ohne Maske droht der (vorübergehende) Schulausschluss

2 min Lesezeit 1 Kommentar 04.03.2021, 17:36 Uhr

Verbieten Eltern ihrem Kind, eine Maske zu tragen, ohne dass ein ärztliches Attest vorliegt, kann das Kind vorübergehend vom Unterricht ausgeschlossen werden. Das geht aus einer Antwort der Stadtrats Luzern auf einen Vorstoss hervor.

Aus Sicht des Luzerner Stadrtrats ist das Maskentragen für die meisten Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren – gegebenenfalls ab 6 Jahren – möglich und zumutbar. Er stützt sich damit auf eine Einschätzung von «Pädiatrie Schweiz», der Organisation für alle Kinderärztinnen und Kinderärzte in der Schweiz.

Medizinisch begründete Ausnahmen seien sehr selten. «Sollte für ein Kind eine ärztliche Dispensation vorliegen, soll das betreffende Kind im Schulzimmer stets mit genügend Abstand platziert werden. Allenfalls können auch Plexiglasscheiben zum Einsatz kommen», heisst es in der Antwort des Stadtrats auf einen dringlichen Vorstoss.

Eltern haben keine rechtliche Möglichkeit, ihre Kinder von des Maskenpflicht auszunehmen. «Verbieten Eltern ihrem Kind, eine Maske zu tragen, ohne dass ein ärztliches Attest vorliegt, kann das Kind demnach vorübergehend vom Unterricht ausgeschlossen werden. Es besteht kein Anspruch auf Fernunterricht», schreibt der Stadtrat weiter.

Eltern drohen Bussen von bis zu 1500 Franken

Für Gesuche um befristete Dispensationen mit Homeschooling, beispielsweise aufgrund einer schweren chronischen Erkrankung eines oder einer Lernenden, sei die Schulleitung zuständig. Nur Gesuche für unbefristetes Homeschooling (Privatunterricht) sind von der Dienst- stelle Volksschulbildung (DVS) zu bewilligen.

Widersetzen sich die Eltern, kann dies rechtlich als ein unentschuldigtes Schulversäumnis qualifiziert werden – was mit einer Busse von bis zu Fr. 1’500 Franken bestraft werden könne. Einzig im Falle von chronisch schwer kranken Schülerinnen sei im Einzelfall zu prüfen, ob am Präsenzunterricht festzuhalten ist oder ob möglicherweise der Fernunterricht zu ermöglichen sei.

Alle Lehrerinnen und Schüler ab der 5. Primarklasse und in der Sekundarschule müssen in den Innenräumen der Schulhäuser und auch während des Unterrichts eine Maske tragen. Die Maskentragpflicht in den 5. und 6. Primarklassen gilt im Kanton Luzern vorerst bis am 14. März 2021.

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1 Kommentare
  1. Salome Von Däniken, 07.03.2021, 11:28 Uhr

    Als Therapeutin, Mutter Grossmutter ist aus Selbsterfahrung weiss ich, dass das Einschränken freien Atmens gesundheitsschädigend ist. Welcher Arzt getraut sich noch, ein Attest auszustellen, wenn er damit riskiert, seine Zulassung zu verlieren? Unsere Regierung benimmt sich zusehends menschenfeindlich und zerstört die Jugend, unser höchstes Gut. Bitte beendet das sofort.

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