Kinder und Jugendliche wollen in Luzern gratis Bus fahren
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Innerhalb der Zone 10 gratis Bus fahren: Das ist ein Vorschlag des Luzerner Kinder- und Jugenparlamentes. (Bild: Wikimedia/Zurflchr)

Zone 10-Abo für alle unter 18 Jahren Kinder und Jugendliche wollen in Luzern gratis Bus fahren

2 min Lesezeit 6 Kommentare 21.09.2020, 11:12 Uhr

Viele Kinder und Jugendliche werden mit Elterntaxis zu Freizeit- und Sportveranstaltungen gebracht. Das Kinderparlament hat nun einen Vorschlag, wie dem Mehrverkehr Einhalt geboten werden kann.

Kinder und Jugendliche reisen heute massiv günstiger, wenn sie mit einem Elternteil im Bus oder Zug unterwegs sind. Doch: Viele junge Stadtbewohnerinnen nutzen bereits heute den öffentlichen Verkehr alleine, wenn sie zum Beispiel ins Sporttraining oder zur Musikstunde fahren.

Dann fällt allerdings ein höherer Preis an: «Der Preis für ein Jahresabonnement für den Nahverkehr von 610 Franken ist für uns Kinder viel zu teuer», schreiben Mara Lanz und Timon Ulrich im Namen des Kinderparlamentes der Stadt Luzern.

Grosse Städte wie Wien oder Tallinn machens vor

Zudem sei die Fahrt mit dem Velo durch die Stadt aus Sicherheitsgründen oft keine Option, besonders für die jüngeren Bewohner der Stadt ab 8 Jahren. Gerade in der dunklen Jahreszeit. Das Resultat sei, dass viele Kinder «unnötig» von ihren Eltern durch die Stadt chauffiert würden.

Städte wie Wien oder Tallin würden für ihre jungen Einwohner ebenfalls stark vergünstige oder gar gratis Billette anbieten, schreiben die Vertreter des Kinderparlaments schliesslich. Deshalb wird der Stadtrat gebeten, Kinder und Jugendlichen im ALter von 8 bis 18 Jahren zu ermöglichen, «dank kostenlosem ÖV oder stark vergünstigen Tarifen eigenständig in der Zone 10 der VBL unterwegs zu sein».

Das Kinder- und Jugendparlament hat das Recht, Vorstösse im Grossen Stadtrat einzureichen.

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6 Kommentare
  1. Thomas Heiss, 22.09.2020, 20:25 Uhr

    Stadt, Stadt, Stadt… umsonst, umsonst…
    Das Ganze heisst dann „Zentrumsaufgaben“ und das Umland darf zahlen damit einige wenige den sozialistischen Traum leben können.
    Aber die Altenpflegerin, die sich eine Stadtwohnung nicht leisten kann vor lauter Airbnb und die pücktlich am Dienst sein muss, dann mit Roadricing und Steuerungsabgaben für den ÖV schickanieren wollen. Einfach peinlich.

  2. Hans Hafen, 22.09.2020, 13:36 Uhr

    Alle müssen in der Stadt Luzern gratis Bus fahren dürfen! Auch in den staatlichen Stadtluzerner Supermärkten werden die feinen, qualitativ hochstehenden Produkte nun gratis feil geboten. Die Erfüllung der sozialistischen Utopie war in der Stadt Luzern noch nie greifbarer als jetzt. Ich freue mich schon. Wo wird das neue Hohenschönhausen eingerichtet, um die Feinde des Sozialismus‘ sicher hinter Schloss und Riegel zu verwahren? Im Jail-Hotel? Oder doch lieber im Sedel? Heissa – schöne, neue, freie Welt!

  3. Kurt Flury, 22.09.2020, 10:37 Uhr

    Die Kinder wollen…?
    Sind mit „Kinder“ ihre linken Einflüsterer gemeint?
    Glauben diese linken Influencer wirklich, ihr perfides, verstecktes Treiben im Namen der Kinder werde nicht durchschaut?

  4. Wilhelm Gessler, 21.09.2020, 18:30 Uhr

    Die Jungen sollen gefälligst ihre Füsse benutzen, die sind ja noch jung! Wenn irgendwer ein Gratisabo erhalten soll, dann sind es die Rentner. Die haben die Infrastruktur aufgebaut, welche heute benutzt wird. Ich zweifle, dass die Elterntaxi-Instagram-Klima-Generation jemals fähig sein wird, etwas zu erschaffen, wovon die übernächste Generation noch profitieren kann.

  5. Alois, 21.09.2020, 12:01 Uhr

    Bin dafür, aber nur bis 16 Jahre. Finanziell sollte das gelingen. Die Velostation unter der Bahnhofstrasse kostet ja auch etliche Millionen.

    1. Hans Hafen, 22.09.2020, 13:39 Uhr

      @Alois: Die Velostation ist ein preiswerter Klacks. Warten Sie mal ab, wie teuer der neue Volkspalast nach Bukarester Vorbild in der Stadt Luzern seiner Zeit kosten wird.

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