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Kimi Räikkönen schwört jetzt dem Alkohol ab
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Kimi Räikkönens Biografie wird im Oktober auch auf Deutsch erscheinen. (Bild: Instagram Kimi Räikkönen )

Biografie: intime Einblicke zum Baarer F1-Piloten Kimi Räikkönen schwört jetzt dem Alkohol ab

4 min Lesezeit 24.08.2018, 16:09 Uhr

Der in Baar wohnhafte Ferrari-Star Kimi Räikkönen ist eigentlich bekannt dafür, wenig bis nichts von seinem Privatleben preiszugeben. Doch damit ist nun Schluss. In seiner neuen Biografie erzählt der «Iceman» schonungslos über Alkoholeskapaden.

Seit über neun Jahren wohnt der finnische Formel-1-Star Kimi Räikkönen in Baar. Dort kannten ihn bislang vor allem der Getränkehändler aus dem Rebhalden-Quartier nahe Räikkönens 33-Millionen-Franken-Villa sowie einige Baarer Beizengänger.

Zudem liess er sich ab und zu an einem EVZ-Spiel blicken. Er unterstützt den Verein seit Jahren finanziell, besitzt in der Bossard-Arena eine Loge, von der aus er bis Ende letzter Saison seinem Freund und langjährigen EVZ-Assistenten Waltteri Immonen bei der Arbeit zuschauen konnte. Und doch ist er nicht nur im Kanton Zug für viele bis heute ein unbekanntes Wesen. Denn viel ist über das Privatleben des «Iceman» nicht bekannt.

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Räikkönen zog von Wollerau nach Baar.

Räikkönen zog von Wollerau nach Baar.

(Bild: Screenshot Google Maps)

Neun Jahre hielt die Ehe mit Jenni Dahlmann, der Miss Skandinavien 2001. Der passionierten Reiterin wurde nach der Trennung eine Affäre mit dem Schweizer Spitzenreiter Steve Guerdat nachgesagt. Derweil konzentrierte sich Kimi auf Pferdestärken anderer Natur. Inzwischen ist er mit Minttu Räikkönen verheiratet und hat zwei Kinder: Robin (3) und Rianna (1).

Abgesehen davon behält sich der 38-Jährige vor, sein Privatleben privat zu lassen. Dies zeigt sich auch in den sozialen Medien. So besitzt der Weltmeister von 2007 keine offizielle Facebook-Fanseite. Und auch auf Instagram ist er erst seit Ende letzten Jahres vertreten. Dort lässt er seine Millionen Fans weltweit tatsächlich vereinzelt an seinem Familienleben in Baar teilhaben.

Der unbekannte Kimi Räikkönen

Doch die echte Öffnung des grossen Schweigers folgt nun: Räikkönen hat seine Biografie «Tuntematon Kimi Räikkönen» – auf Deutsch «der unbekannte Kimi Räikkönen» – veröffentlicht. In Finnland ist das Buch bereits ein absoluter Bestseller. Noch gibt es das Werk erst auf Finnisch und Schwedisch zu kaufen. Die englische Version soll am 18. Oktober in die Läden kommen, acht Tage später folgt die deutsche.

«Es ist, wie es ist. Es ist mir wirklich schnuppe, ob es einer mag oder nicht.»

Kimi Räikkönen, Formel-1-Rennfahrer für Ferrari

Sein Kommentar zum Werk könnte räikkönenesquer nicht ausfallen: «Es ist, wie es ist. Es ist mir wirklich schnuppe, ob es einer mag oder nicht.» Diese schnöde Art und Weise und die monotonen, immer gleichen Antworten in Interviews haben Räikkönen längst zur Kultfigur gemacht. In der Beliebtheitsskala unter den Fans ist er jeweils ganz oben. Sein Standardsatz «Bwoah, it’s hard to say» hat ihm den eigenen Hashtag Bwoah in den sozialen Medien eingebracht.

Schriftsteller heftete sich an seine Fersen

Geschrieben hat das Buch nicht er selbst, sondern der bekannte finnische Schriftsteller Kari Hotakainen. Dieser hat den 20-fachen GP-Sieger monatelang begleitet. Die Biografie soll auch Bilder aus Räikkönens Privatarchiv beinhalten.

 Kimi am Tschutten mit der Familie zu Hause in Baar:

 

Loved ones.

Ein Beitrag geteilt von Kimi Räikkönen (@kimimatiasraikkonen) amMär 27, 2018 um 7:36 PDT

Auch die Anfänge seiner Karriere inklusive Geldsorgen beschreibt Räikkönen. «(Mein Bruder) Rami war mein Mechaniker. Wir fuhren mit einem alten Van an die Rennen … bereits dann begriff ich, dass, verdammt, Papa und Mama ihr ganzes Geld investiert hatten, und als wir dort ankamen, hatte ich das Gefühl, ich würde es zu nichts bringen.»

Zu spät, betrunken, getürmt

1999 unterschrieb er einen Vertrag in der britischen Formel Renault, musste jedoch in diesem Jahr in Finnland Militärdienst leisten. Räikkönen erzählt, wie er einmal zu spät und betrunken zur Garnison zurückkam. Er fürchtete eine Strafe und dass er dadurch ein Rennen verpassen würde. So fasste er den Entschluss, die Garnison in den frühen Morgenstunden zu verlassen, um einer möglichen Bestrafung zu entgehen.

«Ich habe genug gesoffen.»

Kimi Räikkönen

«Sie riefen nach mir … Sie waren sauer, da ich nicht bloss betrunken und zu spät war, sondern auch noch getürmt bin. Aber wir lagen bloss am Strand und tranken Bier.» Am Ende habe er einen Kompromiss mit dem Militär gefunden. Sie erlaubten ihm, an das Rennen zu reisen, wenn Kimi zurückkommen würde.

16 Tage lang durchgetrunken

Es gibt zahlreiche weitere Alkoholepisoden zu entdecken, denn der «Alk» war ein treuer Begleiter in Räikkönens Leben. Er erinnert sich an 2012, als er zwischen den Rennen in Bahrain und Spanien 16 Tage lang durchgetrunken habe. Beim Rennen in Barcelona wurde er schliesslich im Lotus Dritter.

Ganz der Familienmensch:

 

Vacation mode.

Ein Beitrag geteilt von Kimi Räikkönen (@kimimatiasraikkonen) amAug 2, 2018 um 6:02 PDT

Er sagt über den Alkohol: «Er hat meiner Karriere nicht geschadet. Ich habe halt jeweils auch noch für die anderen getrunken.» Doch Räikkönen betont auch: «Heute bin ich nicht mehr hinter dem Alkohol her. Und ich sitze auch nicht bloss da und warte, dass meine Karriere vorbei ist, damit ich wieder zu trinken anfangen kann. Ich habe genug gesoffen.»

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