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Umstrittene Behörde veröffentlicht Jahreszahlen KESB Luzern: Mehr Anträge, aber nicht mehr Massnahmen

2 min Lesezeit 13.06.2017, 15:21 Uhr

Bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Luzern (KESB) sind 2016 zwar mehr Anträge als im Vorjahr eingegangen. Dies habe sich jedoch nicht in mehr Massnahmen niedergeschlagen: Die Zahl der neuen Massnahmen sank, jene der laufenden blieb stabil.

Eine Mutter, die ins Ausland reist und ihre beiden Töchter alleine zurücklässt. Ein Vater, der von der Familie getrennt lebt und droht, seinen Sohn zu entführen. Eine ältere Frau, die keine Angehörigen hat und wegen Krankheit nicht mehr für sich sorgen kann. Das seien Schicksale und persönliche Geschichten, mit welchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) der Stadt Luzern täglich zu tun hätten, schreibt die Behörde.

Zu den Zahlen

2016 gingen 1’308 neue Anträge bei der Stadtluzerner KESB ein, beinahe 10 Prozent mehr als im Jahr 2015. Der Anstieg geht insbesondere auf den Bereich Kindesschutz zurück. In diesem Bereich nahm die Anzahl neuer Anträge um 18,1 Prozent auf 613 zu. Im Bereich Erwachsenenschutz blieb die Zahl bei 590 neuen Anträgen stabil.

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Im Jahr 2016 erliess die KESB 247 neue Massnahmen, das sind 17,4 Prozent weniger als im Vorjahr. 114 dieser neuen Massnahmen (minus 19% gegenüber Vorjahr) betraf den Bereich Kindesschutz, 133 (-16%) den Erwachsenenschutz. Insgesamt verzeichnete die KESB im letzten Jahr 1796 laufende Massnahmen, welche sie 2016 sowie in Vorjahren angeordnet hatte.

Stadtrat steht hinter KESB

«Die stabile Entwicklung bei den angeordneten Massnahmen zeigt, dass die KESB der Stadt Luzern mit Augenmass agiert», wird Stadtrat und Sozialdirektor Martin Merki zitiert. Sie stehe im Dialog mit vielen Menschen. Der Stadtrat stehe voll und ganz hinter der Stadtluzerner KESB, sie mache «eine sehr gute Arbeit».

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