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Stadtrat plädiert für «gesunden Menschenverstand» Keine Probleme mit Muslimen an Zuger Stadtschulen

1 min Lesezeit 08.11.2016, 22:26 Uhr

Ein Seitenthema im Zuger Stadtparlament war eine Interpellation der SVP-Fraktion. Wegen angeblichen Konflikten zwischen Muslimen und lokalen Schulbehörden stellte die Fraktion Fragen bezüglich des Umgangs mit Muslimen an Stadtzuger Schulen.

Die SVP-Gemeinderäte sprachen zum Beispiel den obligatorischen Schwimmunterricht, das Tragen von Kopftüchern und die Verweigerung der Teilnahme am Schullager und des Handschlags an – und fragten nach geplanten Vorschriften. Der Stadtrat antwortete, es habe in Zug bis heute keine ausserordentlichen Vorfälle gegeben, welche die Interpellanten angesprochen hatten. Bisherige Uneinigkeiten und Anliegen hätten durch Gespräche mit gesundem Menschenverstand gelöst werden können, weshalb keine neuen Vorschriften geplant seien.

«Wir sind erfreut, dass an den Stadtschulen keine grösseren Probleme aufgetreten sind und das Zusammenleben mit Muslimen funktioniert», sagte Gregor Bruhin (SVP). Er zeigte sich mit der Antwort des Stadtrats zufrieden. So wie auch die anderen Fraktionen. Allerdings schnellten bei mehreren Parlamentariern die Mahnfinger nach oben. Es dürfe nicht weiter an den Schweizer Grundwerten geschraubt werden, so Stefan Moos von der FDP. Oder Benny Elsener (CVP): Er erwarte Respekt auch vor den christlichen Werten. Urs Bertschi, SP, sprach sich für eine liberale Grundhaltung gegenüber anderen Religionen und Kulturen aus: «Integration geht einher mit Religionsfreiheit und heisst nicht totale Assimilation.»

Die Antwort des Stadtrats wurde zustimmend zur Kenntnis genommen.

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