Kein Veloweg, dafür Leitungen durch den Bahndamm in Zug
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Hier geht es vom Schleifenweg in Zug Richtung Bahndamm. (Bild: Google Maps)

Kleinerer Eingriff ins Ökosystem Kein Veloweg, dafür Leitungen durch den Bahndamm in Zug

2 min Lesezeit 3 Kommentare 28.08.2019, 18:38 Uhr

Im Westen von Zug wollen die Wasserwerke Zug Leitungen durch den Bahndamm verlegen. Ein Veloweg über den Damm wurde aber kürzlich aufgrund ökologischer Bedenken abgelehnt.

Obwohl erst kürzlich die Idee eines Veloweges auf dem Bahndamm im Westen von Zug abgeschmettert wurde, haben die Wasserwerke Zug (WWZ) nun eine Baubewilligung am selben Ort erhalten.  Sie wollen dort Leitungen für ein Energieprojekt verlegen.

«Die Leitungsführung im Bahndamm ist aus bauwirtschaftlicher Sicht ideal, da entlang wie auch quer dazu praktisch keine anderen Leitungen zu kreuzen sind», erklärt WWZ-­Mediensprecher Robert Watts gegenüber der «Zuger Zeitung». Die Stadt hat den WWZ allerdings die Auflage erteilt vor Baubeginn ein ökologisches Gutachten zu erstellen. Deshalb sei noch nicht klar, ob das Projekt tatsächlich umgesetzt werde.

Das scheint nur fair, denn vor kurzem forderte der ALG-Stadtparlamentarier Patrick Steinle einen Veloweg auf dem Bahndamm Schleife, dieser sollte bis zum See führen. Der Stadtrat lehnte dieses Projekt aber aus ökologischen Gründen ab. Es habe dort viele verschiedene Tierarten. Deren Lebensraum würde durch einen solchen Veloweg in wesentlichen Teilen zerstört.

Leitungen zu verlegen würde hingegen einen kleineren Einschnitt ins Ökosystem darstellen. Dies begründet die Stadträtin Eliane Birchmeier damit, dass der Damm für die Leitungen aufgerissen werden müsste, danach aber kein Eingriff in die Natur mehr bestehe. Der Veloweg hingegen würde das System nachhaltig verändern. «Nach der Fertigstellung muss die WWZ zudem gewährleisten, dass die vorübergehend gestörten Bereiche des wertvollen, schutzwürdigen Biotops auf dem Schleifedamm wieder vollständig hergestellt werden.»

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3 Kommentare
  1. Gekollaps, 30.08.2019, 06:39 Uhr

    Lächerliche Argumentation. Was im Stadtrat in Zug so abgeht entbehrt sowieso jeder Vernunft. Es scheint nur noch der schnöde Mammon zu herrschen.

  2. Brokkoli, 28.08.2019, 19:27 Uhr

    Wieviele wertvolle, schutzwürdige Biotope werden beim Bau der Tangente endgültig zerstört? Ach so – das dient dem Götzen Automobil! Na klar, das ist natürlich ganz was anderes als diese popeligen Velos, an denen es kaum was zu verdienen gibt…….

    1. Markus imholz, 30.08.2019, 05:54 Uhr

      Zuerst die Einwanderung fördern, wenn dann alle Ressourcen nicht mehr ausreichen und deswegen die ganze Versorgung ausgebaut werden muss, bekämpfen dies die genau gleichen Leute ! Wie blöd manche Menschen doch sind !

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