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Kehrt Luca Sbisa zum EV Zug zurück?
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Der Zuger Luca Sbisa spielt im Januar 2018 im Dress seines vormaligen Arbeitgebers, den Las Vegas Knights. (Bild: Mike Wulf/Zuma Sports Wire/freshfocus)

Entscheid fällt in den nächsten Wochen Kehrt Luca Sbisa zum EV Zug zurück?

3 min Lesezeit 20.10.2019, 05:00 Uhr

Bis Ende Oktober lässt sich der zurzeit vereinslose Luca Sbisa (29) Zeit, um doch noch in einem NHL-Team unterzukommen. Gelingt das dem Verteidiger nicht, wird eine Rückkehr in die Schweiz zum Thema. Sein Stammverein EV Zug ist gerade dabei, seine Abwehr aufzurüsten.

Luca Sbisa macht in der National Hockey League (NHL) harte Zeiten durch. Letzte Saison kam er bei den New York Islanders auf lediglich neun Einsätze, im angelaufenen Championat konnte er sich für keinen neuen Vertrag durchsetzen.

Der Zuger hält sich im Training mit den New York Islanders fit. Ihm bleibt bloss die Hoffnung, dass er nach einem Spielerwechsel oder einer Verletzung eines Verteidigers mit einem neuen Vertrag ausgerüstet wird. Dafür lässt sich Sbisa bis Ende Oktober Zeit, wie er kürzlich dem «Tagesanzeiger» sagte.

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Kläy: «Der Sachverhalt ist mir neu»

Gibt es für den Erstrundendraft keine Fortsetzung der Karriere in der NHL, bringt der gross gewachsene Verteidiger auch eine Rückkehr in die Schweiz ins Spiel.

«Dieser Sachverhalt ist mir neu», sagt EVZ-Sportchef Reto Kläy gegenüber zentralplus. Vom Spieleragenten Andy Rufener habe er bislang signalisiert bekommen, dass der verheiratete Sbisa in den USA ins Immobilien-Business einsteigen werde, wenn es sportlich nicht mehr weitergehe.

Nun kann Luca Sbisa aber ein interessanter Name werden in Kläys Bestreben, die Abwehr des Titelanwärters besser zu machen. Mit Johann Morant, Miro Zryd und Thomas Thiry laufen die Verträge von drei EVZ-Verteidigern per Saisonende aus (zentralplus berichtete).

Und der EVZ kann eine interessante Adresse für Luca Sbisa werden. Schliesslich hat sich sein Stammverein mit Investitionen in Top-Transfers vor dieser Saison den Gewinn des zweiten Meistertitels seit 1998 auf die Fahne geschrieben. Das mag für den Zuger Sbisa ein reizvolles Ziel ausserhalb der NHL darstellen.

Sbisas Verbundenheit zum EVZ ist grösser

Man muss festhalten: Die Verbundenheit des EV Zug mit Luca Sbisa ist nicht so gross wie sie mit dem früheren NHL-Spieler und aktuellen EVZ-Captain Raphael Diaz war. Das bestätigt Kläy, seit 2014 Sportchef der Zuger.

«Wir haben ihn ausgebildet und seine Eltern schauen sich immer wieder mal Spiele in der Bossard-Arena an.»

EVZ-Sportchef Reto Kläy

In der Saison 2006/07 bestritt Sbisa sieben Spiele unter dem damaligen EVZ-Coach Sean Simpson für die erste Mannschaft, ehe er seine Karriere in Nordamerika in Schwung brachte. In Zug kannten Sbisa vor allem die Nachwuchsabteilung um den ehemaligen Talent-Förderer Leo Schumacher und die eingefleischten EVZ-Fans.

Umgekehrt wird Sbisas Verbundenheit mit dem EVZ viel grösser sein. «Er ist hier aufgewachsen. Wir haben ihn ausgebildet und seine Eltern schauen sich immer wieder mal Spiele in der Bossard-Arena an», weiss Kläy.

Wie ist das Preis-/Leistungsverhältnis?

Der entscheidende Punkt für den EVZ ist die Antwort auf die Frage: Kann Sbisa den meistgenannten Titelanwärter mit seinen Fähigkeiten auf ein höheres Niveau führen?

«Ist Sbisa auch ein Spielgestalter?»

EVZ-Sportchef Reto Kläy

Sbisa ist mit seiner intensiven und körperbetonten Spielweise ein auf die NHL zugeschnittener Abwehrspieler. «Aber ist er auch ein Spielgestalter?», fragt sich Kläy.

Ein möglicher Anhaltspunkt: Vor sieben Jahren, in der NHL-Lockout-Saison 2012/13, bestritt Sbisa 30 Spiele für Lugano und kam dabei auf 5 Tore und 7 Assists. Es waren gewiss nicht die Werte eines Spielgestalters. Darüber hinaus gibt es Zweifel daran, ob der über 1,90 Meter grosse Sbisa schnell und wendig genug ist für die Schweizer Tempo-Liga.

Keine Frage: Gegenüber einem Morant oder Thiry bringt Sbisa in jedem Fall Mehrwert. Aber er wird den EVZ auch um einiges teurer zu stehen kommen.

Die nächsten Wochen werden in der Personalie Sbisa Klarheit schaffen.

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