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Kapazitätsengpass: Luks lagert Operationen aus
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Der Neubau des Luzerner Kantonsspitals. (Bild: zvg)

Personal stösst an Belastungsgrenze Kapazitätsengpass: Luks lagert Operationen aus

2 min Lesezeit 1 Kommentar 15.11.2019, 17:16 Uhr

Der Bedarf an medizinischen Leistungen des Zentrums für Intensivmedizin (ZIM) am Luzerner Kantonsspital (Luks) in Luzern liegt im Moment über den Kapazitäten. Als sofortige Entlastungsmassnahme werden gewisse geplante hochspezialisierte Eingriffe, die keine Notfälle sind, verschoben.

Per sofort werden bestimmte Eingriffe verschoben, oder die Patienten würden an anderen Standorten des Luks oder in weiteren Spitälern behandelt. Das teilt das Unternehmen am Freitagabend mit. Diese Massnahme diene der Gewährleistung der Patientensicherheit und der Entlastung des Personals im ZIM.

Ausschlaggebend für die getroffene Entlastungsmassnahme seien die seit längerer Zeit sehr starke, anhaltende Belastung der ZIM-Mitarbeitenden durch das hohe Patientenaufkommen und den hohen Schweregrad der Erkrankungen der Patienten. Dies habe nebst anderen Faktoren zu einer angespannten Situation geführt.

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Die Geschäftsleitung/Direktion habe sich deshalb und angesichts momentaner, ausserordentlicher Krankheitsfälle beim ärztlichen Personal entschieden, die vorhandenen Kapazitäten der Intensivstation priorisiert für die Versorgung von Notfällen einzusetzen.

Betroffene Patienten werden persönlich kontaktiert

Patienten, deren Eingriff aufgrund der Massnahme verschoben werden muss, werden durch die zuständige Klinik persönlich kontaktiert. Der Grossteil der stationären Eingriffe am Luks Luzern sei von dieser Massnahme nicht betroffen (ca. 95 Prozent) und finde wie geplant statt. Explizit auch nicht von der Massnahme betroffen sind sämtliche ambulanten Eingriffe, Eingriffe am Kinderspital, in der Augenklinik und grundsätzlich Eingriffe in der Frauenklinik. Auch nicht betroffen sind Eingriffe an den Standorten Sursee und Wolhusen.

Wie lange die Entlastungsmassnahme aufrecht erhalten bleibt, ist noch offen. Es würden alle Möglichkeiten genutzt, um die akut vorhandenen Personalengpässe zu überbrücken. Das Luks erwartet ausserdem, durch die bereits früher beschlossene und für das nächste Jahr vorgesehene Erweiterung des ZIM um sieben zusätzliche Betten und die damit geplante Aufstockung des Spezialistenteams, die Mitarbeiterbelastung abzufedern und die Kapazität des ZIM nachhaltig zu stärken.

Immer mehr operative Eingriffe

Am Luzerner Kantonsspital werden pro Woche mehrere hundert operative Eingriffe durchgeführt – Tendenz steigend. Diese Entwicklung sei einerseits auf das Bevölkerungswachstum und die demografische Entwicklung zurückzuführen.

Andererseits darauf, dass das Luks zu den ausgewählten Zentren der Schweiz für hochspezialisierte Medizin (HSM) zähle und entsprechend komplexe Eingriffe anders als an anderen Spitälern am Luks durchgeführt werden können. Entsprechend nehme auch die Zahl der Patientinnen und Patienten zu, die intensiv-medizinischer Versorgung bedürfen.

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1 Kommentare
  1. Kilian Fischer, 16.11.2019, 09:50 Uhr

    Angespannte Arbeitsverhältnisse und schlechte Arbeitsbedingungen bis das Personal krank wird. Und wir müssen nun bis nach Sursee um die Mutter meiner Frau besuchen zu können. Wieso lagert man da nicht Personal um, statt Intensivpflege-Patienten zu verlegen?

    Ich vermute die Situation für das Personal muss katastrophal sein. Denn so wie es jetzt im Bericht steht, das ist die beschönigte Darstellung der Spitalleitung, nachdem Journalisten angefangen haben unbequeme Fragen zu stellen.Skandal!