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Kantonsrat drückt bei drei Umfahrungen aufs Tempo
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Schweizweit werden vermehrt auf Hauptstrassen auf Tempo 30 reduziert. (Bild: sah)

Luzern: Bauprogramm für Strassen genehmigt Kantonsrat drückt bei drei Umfahrungen aufs Tempo

2 min Lesezeit 03.12.2018, 12:44 Uhr

Die Umfahrungen von Hochdorf, Eschenbach und Wolhusen sollen schneller vorangetrieben werden als geplant. Der Kantonsrat hat am Montag zusätzlich 6,3 Millionen Franken im Topf A für die Planung dieser Projekte gutgeheissen. Gescheitert ist dagegen ein Antrag zur Spange Nord.

Der Luzerner Kantonsrat hat am Montagvormittag das Bauprogramm für die Kantonsstrassen genehmigt. Die Vorlage war am Ende nicht umstritten, sie wurde mit 104 zu 7 Stimmen gutgeheissen. Damit fliessen bis 2022 pro Jahr zwischen 50 und 60 Millionen Franken in den Strassenbau (zentralplus berichtete).

Der Kantonsrat hat allerdings noch einige Änderungen vorgenommen. Er will bei mehreren Projekten schneller vorwärts machen als die Regierungs das plante. So schafften es die Umfahrung von Wolhusen, Hochdorf und Eschenbach in den Topf A.

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Die Mehrheit stimmte zu, dafür insgesamt 6,3 Millionen Franken an Planungsgeldern zu verschieben. Alle drei Anträge wurden von der zuständigen Kommission vorgebracht (zentralplus berichtete). Regierungsrat und Baudirektor Robert Küng (FDP) argumentierte vergebens, dass die schnellere Planung der drei Projekte gar nicht zu stemmen sei. Auch SP und Grüne waren dagegen, während die bürgerlichen Parteien die Verschiebung befürworteten.

Keine Chance hatte ein Antrag der SP, die Spange Nord aus dem Bauprogramm zu kippen. Ebenso scheiterte die Partei mit dem Vorhaben, für die Umfahrung von Beromünster eine Alternative zu suchen und das Projekt zu verschieben. Doch auch eine schnellere Realisierung, wie von einer Petition gefordert, ist laut Kantonsrat nicht realistisch (zentralplus berichtete).

Die CVP ist zufrieden, wie Kantonsrat Adrian Nussbaum auf Twitter kundtut:


 

Das Bauprogramm für die Kantonsstrassen umfasst insgesamt über 200 Projekte, die in drei Töpfe aufgeteilt werden. Im Topf A finden sich alle Vorhaben, die bis 2022 geplant oder ausgeführt werden. Der Topf B enthält jene Strassen, deren Projektierung im Topf A begonnen oder fortgesetzt wird. Alle weiteren Vorhaben, welche die Entscheidungskriterien für die Aufnahme in das Bauprogramm erfüllen, sind dem Topf C zugewiesen.

Freude im Hinterland

Rund um Wolhusen freut man sich, dass es die Umfahrung in den Topf A geschafft hat. «Das ist eine sehr gute Nachricht und ein deutliches Zeichen für unsere Region», wird Wendelin Hodel, Präsident der Region Luzern West, in einer Mitteilung des Gemeindeverbandes zitiert. Seit Jahren würden sich die 28 Mitglieder dafür einsetzen. Nun sei ein wichtiger Etappensieg für die Region erreicht. Eine optimale Verkehrserschliessung sie sowohl für den Tourismus wie auch für Wirtschaft wichtig.

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