Kanton Zug schafft neue Stelle für Heilmittelkontrolle
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Die Heilmittelkontrolle im Kanton Zug soll entflechtet werden.

Nach Knatsch im Gesundheitsdepartement Kanton Zug schafft neue Stelle für Heilmittelkontrolle

2 min Lesezeit 03.12.2020, 11:57 Uhr

Nach dem Abgang des Heilmittelinspektors wurde die Stelle noch nicht neu besetzt. Stattdessen wurde die Abteilung nun umstrukturiert. Neu gibt es eine Kantonsapothekerin.

Nachdem der Zuger Heilmittelinspektor Ludek Cap entlassen worden war, musste das Gesundheitsdepartement über die Bücher. In der Zwischenzeit wurde die Abteilung umstrukturiert, wie die «Luzerner Zeitung» schreibt. Das heisst: Es gibt keinen neuen Heilmittelinspektor. Stattdessen kümmert sich die ehemalige Stellvertreterin Caps, Simone Schwerzmann, neu als Kantonsapothekerin um Heilmittel im Detailhandel und die Aufsicht über pharmazeutische Berufe.

Ob diese Neuorganisation etwas mit dem Fall Cap zu tun hat, beantwortet der Kanton gegenüber der Zeitung nicht. Es gehe darum, die «Bedeutung der kantonalen Regulierung im Heilmittelbereich» hervorzuheben, erklärt Aurel Köpfli, Sprecher des Gesundheitsdepartements.

Caps Nachfolge ist noch nicht gefunden

Mit anderen Worten: Bei der Heilmittelkontrolle gibt es zwei Ebenen: Einerseits die Kontrollen im Detailhandel, die Sache des Kantons sind, andererseits jene im Grosshandel und bei den Herstellern, für die der Heilmittelinspektor zuständig ist. «Diese zwei Bereiche werden mit der Schaffung von zwei Stellen entflechtet», erklärt Köpfli der Zeitung.

Schwerzmann wird ihre Stelle am 1. Januar antreten. Jene von Cap ist derweil noch nicht neu besetzt. Cap war im Sommer fristlos entlassen worden, nachdem er mit seinen Vorgesetzten in eine Auseinandersetzung geraten war, bei der es um eine Kontrolle in einer Arztpraxis in Oberägeri ging (zentralplus berichtete). Daraufhin hatte Cap erst Kantonsarzt Rudolf Hauri und Gesundheitsdirektor Martin Pfister angezeigt. Schliesslich reichte er gegen den ganzen Regierungsrat eine Anzeige ein (zentralplus berichtete). Die Staatsanwaltschaft eröffnete bisher jedoch kein Strafverfahren gegen sie (zentralplus berichtete).

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