Kanton Zug kommt Reichen nicht entgegen
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Der Zuger Kantonsrat sieht keinen Grund, um an den Vermögenssteuern zu schrauben.

Keine Senkung der Vermögenssteuer Kanton Zug kommt Reichen nicht entgegen

2 min Lesezeit 28.01.2021, 16:45 Uhr

Zug gehört nicht zu den attraktivsten Zentralschweizer Kantonen, was die Vermögenssteuern für sehr reiche Personen betrifft. Das bleibt auch so: Der Zuger Kantonsrat hat eine Motion von FDP und SVP abgelehnt, die eine Senkung zum Ziel hatte.

Der Zuger Kantonsrat will die Vermögenssteuern nicht reduzieren. Er hat am Donnerstag eine entsprechende Motion aus den Reihen der FDP und der SVP abgelehnt.

Die beiden Parteien verlangten eine «massvolle» Senkung. Und begründeten das damit, dass die Vermögenssteuer international ein Auslaufmodell zu sein scheine und Zug in der Schweiz nicht zu den attraktivsten Kantonen gehöre. So ist der Maximalsteuersatz beispielsweise wesentlich höher als in Schwyz, Nidwalden und Obwalden. Ein tieferer Satz würde aber laut FDP und SVP die Chancen erhöhen, vermehrt reiche Privatpersonen nach Zug zu locken.

Regierung: Zug ist bereits attraktiv

Doch selbst der bürgerliche Regierungsrat sprach sich dagegen aus, da seiner Meinung nach kein Handlungsbedarf besteht. Der Kanton sei auch ohne Senkung der Vermögenssteuer durchaus wettbewerbsfähig, begründete er und verwies darüber hinaus auf die ungewissen Folgen der Corona-Pandemie für die Staatskasse.

Die Mehrheit des Zuger Kantonsrates folgte am Donnerstag der Regierung und lehnte das Begehren von FDP und SVP ab. 2019 summierten sich die Steuereinnahmen der natürlichen Personen im Kanton Zug auf 535 Millionen Franken. Davon stammte gut ein Viertel – rund 133 Millionen – aus den Vermögenssteuern.

Steuerfuss kommt an die Urne

Die Steuerdebatte bleibt im Kanton Zug dennoch ein aktuelles Thema. Am 7. März stimmen die Zuger Stimmbürger über die temporäre Steuersenkung ab. Sie ist Teil des Corona-Pakets, das die Regierung 2020 schnürte.

Um die Wirtschaft zu entlasten, soll der Steuerfuss befristet auf drei Jahre von 82 auf 80 Prozent reduziert werden. Linke Parteien und der Gewerkschaftsbund haben dagegen das Referendum ergriffen (zentralplus berichtete).

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