Kanton prüft Maskenpflicht für Lehrpersonen
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Noch ist die Schutzmaske für Lehrer an den meisten Schulen keine Pflicht. (Bild: Unsplash)

Ausfälle wegen Quarantäne Kanton prüft Maskenpflicht für Lehrpersonen

2 min Lesezeit 2 Kommentare 21.10.2020, 08:19 Uhr

Das Coronavirus verbreitet sich trotz Maskenpflicht auch an Luzerner Schulen. Allein in Ebikon sind in den letzten Tagen sechs Lehrpersonen positiv getestet worden. Nun werden Forderungen nach strengeren Massnahmen laut.

Um wieder auf Präsenzunterricht umstellen zu können, haben Kantone und Bund Massnahmen ausgearbeitet, die Lehrpersonen und Schüler vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen sollen. Doch das klappt nicht immer. Allein in den letzten Tagen haben sich in der Gemeinde Ebikon sechs Lehrpersonen infiziert, wie Ralph Späni, Rektor der Volksschule Ebikon, zur «Luzerner Zeitung» sagt. Drei Schulklassen mussten in den Fernunterricht, 13 Lehrerinnen sind in Quarantäne.

Dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt, zeigt ein Blick auf die Zahlen. Gemäss Charles Vincent, Leiter der Dienststelle Volksschulbildung, befanden sich Mitte letzter Woche 68 Lehrer oder Klassenassistenten in Isolation oder Quarantäne, bei den Schülern waren es 148 – verteilt auf knapp 30 Schulen.

Entscheid wird diese Woche erwartet

Wenn Lehrpersonen fehlen, kann das zum Problem werden. Für den Präsenzunterricht sind sie unverzichtbar. Die Rektoren im Kanton Luzern hoffen deshalb auf die Behörden. «Es ist höchste Zeit für eine Maskenpflicht für alle Lehrpersonen im Kanton Luzern», sagt beispielsweise Pirmin Hodel, Rektor der Volksschule Willisau und Präsident des Schulleiterinnen- und Schulleiterverbands der Volksschulen des Kantons Luzern. Es sei die einzige Alternative zum Fernunterricht.

Ebikon, Root und Buchrain haben in diesem Punkt nicht auf den Kanton gewartet und die Maskenpflicht für Lehrpersonen bereits eingeführt. Sie sei bisher gut aufgenommen worden.

Und was macht der Kanton? Laut Vincent prüft man ebenfalls verschiedene Szenarien. «Es sind nun weitere Massnahmen notwendig. Es ist wahrscheinlich, dass wir im Verlauf der Woche eine Maskenpflicht für alle Lehrpersonen beschliessen.» Ebenfalls möglich sei eine Maskenpflicht für ältere Schüler. Im schlimmsten Fall müssten Schulen wieder geschlossen werden.

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2 Kommentare
  1. Kasimir Pfyffer, 21.10.2020, 14:44 Uhr

    Wenn diese Regierung der Gesundheit der LehrerInnen auch nur irgendeinen Wert beimessen würde, hätte sie ihnen bereits nach den Sommerferien einen Maskenvorrat ausgehändigt. Die Verantwortlichen haben doch seit 30 Jahren kein Schulzimmer mehr von innen gesehen. Nie im Leben wird da der Abstand eingehalten, schon gar nicht in der Volksschule. Aber eben: Es wird nie proaktiv auf die Menschen geschaut, man reagiert nur, wenn Die! Wirtschaft! Uiuiuiui! gefährdet sein könnte. Traurig.

  2. Georg, 21.10.2020, 12:51 Uhr

    Nur FFP2-Masken schützen den Träger einer Maske, die üblichen Masken, welche zurzeit von den meisten getragen werden, schränken allenfalls die Verbreitung durch einen Infizierten Träger ein. Sogar der „Blick“ weiss das. Mit FFP2- Masken lässt sich aber kaum stundenlang unterrichten, da der Widerstand beim Einatmen zu gross ist. Diese Regelung für Lehrer von Volksschulen wäre also eher eine Verzweiflungstat.

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