Kanton Luzern schliesst Asylzentrum Geuensee
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Im Sternen in Geuensee sollen Asylsuchende einquartiert werden. (Bild: Google maps)

Tiefere Fallzahlen – sechs Angestellte betroffen Kanton Luzern schliesst Asylzentrum Geuensee

2 min Lesezeit 07.03.2019, 13:18 Uhr

Die Kanton Luzern baut ein weiteres Asylzentrum ab. Weil sich die Zahl der Asylgesuche auf tiefem Niveau bewegt, bestehe eine Überkapazität an Betten. Deshalb wird die Unterkunft im ehemaligen Hotel Sternen in Geuensee geschlossen. Was das für die sechs Angestellten bedeutet, ist noch offen.

Asylsuchende in Luzern werden nur noch bis im Sommer in Geuensee untergebracht. Der Kanton hat beschlossen, das dortige Zentrum im ehemaligen Hotel Sternen zu schliessen. Als Grund dafür nennt er die tiefe Anzahl an Asylgesuchen. Diese bewegt sich laut Staatsekretariat für Migration (SEM) auf dem tiefsten Stand seit elf Jahren.

Mit der Neustrukturierung des Asylwesens ab diesem März dürfte der Kanton Luzern nochmals deutlich weniger Asylsuchende zugewiesen bekommen, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei. Gestützt auf die neusten Modellrechnungen des Bundes geht der Kanton Luzern davon aus, dass mittelfristig noch 300 Plätze benötigt werden.

Der Kanton Luzern hat bereits Ende 2018 drei Asylzentren geschossen und damit die Zahl der Plätze von über 800 auf unter 600 gesenkt (zentralplus berichtete).

Mietvertrag läuft aus

Für das Gebäude in Geuensee läuft ohnehin im August 2019 der Mietvertrag aus. Das ehemalige Hotel Sternen in Geuensee wurde der DAF im Jahr 2016 für drei Jahre zur Zwischennutzung angeboten. «Es war von Anfang an vorgesehen, das Asylzentrum Geuensee nur befristet zu nutzen», sagt Silvia Bolliger, Leiterin der Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen. «Aufgrund der aktuellen Lage sowie der Neustrukturierung des Asylwesens ist für uns klar, dass weder eine Mietvertragsverlängerung noch eine Ersatzlösung für diese 70 Plätze erforderlich ist.»

Die Schliessung des Zentrums in Geuensee bedeutet einen Abbau von 4,6 Vollzeitstellen. Betroffen sind sechs Mitarbeitende, die über den Entscheid bereits informiert wurden. «Es ist uns ein grosses Anliegen, die betroffenen Mitarbeitenden bei Bedarf bei der Suche nach einer Anschlusslösung zu unterstützen», so Bolliger. Geplant seien flankierende Massnahmen, ausserdem würden die vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeitenden bei internen Vakanzen prioritär berücksichtigt werden.

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