Jetzt Community-Mitglied werden und profitieren!
Kanton Luzern plant einzigartiges Sozialversicherungszentrum
  • Aktuell
Der Sitz der IV-Stelle an der Landenbergstrasse in Luzern. Auch die IV soll im neuen Zentrum Platz finden. (Bild: IV Luzern: Jahresbericht 2016)

Standort für 500 bis 600 Arbeitsplätze gesucht Kanton Luzern plant einzigartiges Sozialversicherungszentrum

2 min Lesezeit 30.05.2017, 13:59 Uhr

Soziale Sicherheit aus einer Hand. Unter diesem Slogan wirbt der Kanton Luzern für ein neues Zentrum, das Ausgleichskasse, IV-Stelle und die Dienststelle Wirtschaft und Arbeit unter einem Dach vereinen soll. Auslöser der Umstrukturierung ist ein Sparauftrag.

Das Sozialversicherungszentrum Luzern soll künftig die Leistungen der Ausgleichskasse, der IV-Stelle und der Dienststelle Wirtschaft und Arbeit unter einem Dach vereinen. Mit der räumlichen Zusammenführung werden die heutigen Leistungen der drei beteiligten Institutionen von einer Anlaufstelle und damit aus einer Hand erbracht, teilt der Kanton Luzern diesen Dienstag mit.

«Zuerst braucht es eine Gesetzesänderung», erklärt Erwin Roos, Departementssekretär des Gesundheits- und Sozialdepartementes. «Gleichzeitig starten wir eine Vorsondierung möglicher Standorte.» Der gemeinsame Standort wird durch die Ausgleichskasse Luzern als selbstständige öffentlich-rechtliche Institution eigenfinanziert. Eine finanzielle Beteiligung des Kantons am neuen Standort ist nicht vorgesehen.

Unterstütze Zentralplus

Sparbetrag noch nicht definiert

«Am neuen Standort werden zwischen 500 und 600 Arbeitsplätze vereint», sagt Roos. Der Kanton kündigt an, die «bereits heute hohe Kundenorientierung» könne damit noch weiter ausgebaut werden. Dementsprechend sagt Roos: «Es ist klar, dass der Standort zentral gelegen und sowohl mit dem öffentlichen Verkehr als auch mit dem Auto gut erreichbar sein muss.» Mit dem Zusammenzug werden auch zahlreiche Büroflächen insbesondere in der Stadt Luzern frei.

«Wir übernehmen eine Vorreiterrolle.»

Erwin Roos, Departementssekretär

Dieses Projekt ist eine Massnahme des Projekts Organisationsentwicklung 2017 (OE17) des Kantons. OE17 war Teil des Sparpakets KP17 und soll jährlich für Minderausgaben von 40 Millionen Franken sorgen. Insbesondere in den Supportprozessen und bei der Infrastruktur könnten Synergien genutzt werden, heisst es seitens des Kantons. «Eine konkrete Summe können wir derzeit nicht nennen», sagt Roos. Synergiegewinne könne man jetzt noch nicht beziffern, zudem kämen viele Einsparungen dem Bund zugute, insbesondere bei AHV und IV. Deshalb werde auch intensiv mit dem Bund zusammengearbeitet.

Falls es Synergiegewinne im Personalbereich gäbe, wolle man die natürliche Fluktuation nutzen. Entlassungen sind keine vorgesehen.

Luzern schaut anderen Kanton ab – und geht weiter

Organisatorische und räumliche Zusammenführungen von Ausgleichskassen und IV-Stellen in Sozialversicherungsanstalten bestehen in mehreren Kantonen und haben sich bewährt. Mit der Integration von weiteren Leistungen der sozialen Sicherheit mit den Schwerpunkten Arbeitsmarkt und Arbeitsbedingungen in einem Sozialversicherungszentrum geht der Kanton Luzern erstmals einen wesentlichen Schritt weiter. «Wir übernehmen eine Vorreiterrolle», sagt Roos.

Die Dienststelle Wirtschaft und Arbeit (wira) trägt als Kompetenzzentrum für alle Fragen des Arbeitsmarktes und der Arbeitsbedingungen sowie als durchführende Stelle der Arbeitslosenversicherung wesentlich zur sozialen Sicherheit im Kanton Luzern bei. Sie ergänzt damit auf ideale Weise die Leistungen der Ausgleichskasse und der IV-Stelle Luzern.

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

War dieser Artikel nützlich für Dich?
Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare