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Kanton Luzern kämpft gegen den Vereinsschwund an
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Die Schweizer Junioren trafen unter anderem auf Deutschland. (Bild: Silvan Meier )

Kurs für jugendliche Leiter wird ins Leben gerufen Kanton Luzern kämpft gegen den Vereinsschwund an

1 min Lesezeit 1 Kommentar 25.06.2019, 06:54 Uhr

In Luzern wird darauf reagiert, dass immer mehr Jugendliche aus den Vereinen austreten. Ab nächstem Jahr bietet der Kanton einen zusätzlichen Ausbildungskurs für 14-bis 18-Jährige an, um dem Schwund entgegenzuwirken.

Die Vereine in der Schweiz werden weniger und weniger. Laut einer Studie reduzierte sich der Bestand von 1996 bis 2016 von über 27’000 auf unter 20’000. Ein Soziologe begründete diesen Trend gegenüber der «Luzerner Zeitung» damit, dass Kinder ab zwölf Jahren schulisch und beruflich stärker gefordert würden und mehr mit Kollegen zusammen sein wollten – da hat der Verein das Nachsehen.

Im Kanton Luzern ist man sich des Problems bewusst. Er reagiert nun darauf, indem er 2020 das Projekt «1418coach» ins Leben ruft. Dies ist eine zweitägige Hilfsleiterausbildung für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Hintergedanke ist, dass eine J+S-Leiterausbildung erst ab 18 Jahren möglich ist. In Zürich gibt es dieses Angebot bereits seit vier Jahren.

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Es soll einen kleinen Batzen geben

Projektleiterin Caroline Hodel spricht von «sportartspezifischem Wissen» und «Aufbau der Leiterpersönlichkeit», was im Zentrum der Ausbildung stehe. Hodel habe sich vorgängig umgehört bei den Vereinen. Und: Überall bestehe Leitermangel.

Für das Projekt sei dank Gelder aus dem Swisslos-Sportfonds laut Hodel ein kleiner Entgelt vorgesehen. Genaue Zahlen kann sie noch nicht nennen. Begleitet sollen die 1418-Coaches dann von den J+S-Leitern, welche als Göttis und Gottis fungieren sollen. Für 2020 sind drei Kurswochenenden für 90 Interessierte geplant.

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1 Kommentare
  1. Joseph de Mol, 25.06.2019, 07:51 Uhr

    Entgegen der medial seit einigen Jahren verbreiteten Meinung, Freiwilligenarbeit liege im Trend, zeigt sich hier einmal mehr das wahre Ausmass der Misere. Freiwilligenarbeit ist in Zeiten des ausufernden Individualismus und fortschreitendem Egozentrismus nicht mehr “en vogue”. Die jungen Leute haben offensichtlich in der Betriebswirtschaftslehre die Ohren gespitzt, als der Lehrer vom “homo oeconomicus” gesprochen und fabuliert hat. Dies nehmen sie sich nun für ihr eigenes Leben zu Herzen. Die Gesellschaft geht über kurz oder lang vor die Hunde. Aber wo will es ja unsere Elite und deren Agenda. Ein starker Zusammenhalt, eine starke Identität, ein intaktes soziales Umfeld lenken nur vom inflationären Konsumieren ab….