Kanton Luzern hilft Spitälern mit Geldspritze aus Patsche
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Das Luzerner Kantonsspital hat aufgrund der Corona-Pandemie grosse finanzielle Verluste erlitten. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Zustupf von rund 40 Millionen Franken Kanton Luzern hilft Spitälern mit Geldspritze aus Patsche

2 min Lesezeit 30.07.2021, 10:00 Uhr

Aufgrund der Corona-Pandemie haben die Luzerner Spitäler im Jahr 2020 grosse finanzielle Verluste erlitten. Beim Luzerner Kantonsspital beträgt er satte 38,7 Millionen Franken. Der Kanton will den Spitälern darum mit finanziellen Mitteln unter die Arme greifen.

Verschobene Eingriffe, eingeschränkter Betrieb, weniger Patienten: In der Corona-Pandemie hat sich der Alltag in den Spitälern markant verändert, der Fokus lag insbesondere während den Lockdowns auf den Covid-Patienten.

Das spüren die Spitäler finanziell: Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) verzeichnet einen pandemiebedingten Verlust von 38,7 Millionen Franken. Der Kanton Luzern will dem LUKS deshalb mit 12,8 Millionen Franken unter die Arme greifen, wie er diesen Freitag bekannt gab.

Der Regierungsrat legt dem Kantonsrat einen Sonderkredit von 14 Millionen Franken vor, wovon der grösste Teil dem LUKS zugutekommt. Mit 1,2 Millionen Franken werden private Listenspitälern unterstützt. Es handelt sich dabei um das Schweizer Paraplegikerzentrum Nottwil, das Therapiezentrum Meggen, das Geburtshaus Terra Alta sowie Zurzach Care (ehemals Rehaklinik Sonnmatt Luzern), die alle ein Gesuch um einen Beitrag an die Ertragsausfälle gestellt haben.

«Die finanziellen Einbussen der Spitäler sind aufgrund der Corona-Krise unverschuldet.»

Guido Graf, Regierungsrat

«Die finanziellen Einbussen der Spitäler sind aufgrund der Corona-Krise unverschuldet», sagt Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf (CVP). «Hier kommt nun die Politik ins Spiel, die nach Auffassung des Regierungsrates in der Verantwortung steht.» All jene Luzerner Listenspitäler, die 2020 einen pandemiebedingten Verlust erlitten haben und weder Boni noch Dividenden ausgezahlt haben, sollen unterstützt werden.

Für die Mehrausgaben, welche die Luzerner Listenspitäler wegen der Schutzmassnahmen hatten, sprach der Regierungsrat bereits früher 13 Millionen Franken.

Volksabstimmung über Aktienkapitalerhöhung

Trotz des Sonderkredits sind die Verluste des Luks noch nicht gedeckt. Weil der verbleibende Verlust von knapp 26 Millionen Franken die Weiterentwicklung des Kantonsspitals erschweren könnte, unterbreitet der Regierungsrat dem Parlament noch einen zweiten Vorschlag: Der Kanton will sich an den Restverlusten des Luks in Form einer Aktienkapitalerhöhung beteiligen. Er kommt damit einer Forderung des Parlaments nach, das im Mai ein entsprechendes Postulat von Kantonsrätin Claudia Huser Barmettler (GLP) guthiess (zentralplus berichtete).

Das letzte Wort in dieser Sache wird die Luzerner Stimmbevölkerung haben. Denn für die Aktienkapitalerhöhung ist aufgrund der Höhe des Betrages eine Abstimmung nötig, die voraussichtlich im Februar 2022 stattfinden soll. Der Kantonsrat wird die Unterstützung der Luzerner Spitäler im Oktober diskutieren.

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