Visualisierung der künftigen Kantonsschule Menzingen.
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Junge Alternative und JUSO Zug: Sexuelle Selbstbestimmung gehört in den Schulunterricht. (Bild: zvg)

Nach Sex-Gespräch-Schlagzeilen Entlassung bei Kanti Menzingen wird politisch

2 min Lesezeit 2 Kommentare 23.11.2021, 10:57 Uhr

Es hat in den letzten Tagen viel Schlagzeilen aus der Zuger Schule gegeben. Eine Lehrerin wurde laut Berichten entlassen, da diese mit ihren Schülerinnen über Sexualität diskutierte. Gemäss dem Zuger Bildungsdirektor hängt der Trennungsgrund jedoch nicht direkt mit besagter Doppellektion zusammen. Nun macht die Junge Alternative und die Juso Zug das Thema zum Politikum

Es wurde viel über die Kanti Menzingen geschrieben. Eine Lehrerin hat mit ihren volljährigen Schülerinnen den Anfang des Films «Female Pleasure» angeschaut. Daraufhin wurde im Unterricht über die Sexualität und Selbstachtung diskutiert. Die Schulleitung fand die Fragen jedoch «zum Teil grenzwertig» und liess den Arbeitsvertrag der Lehrerin auslaufen.

Der Zuger Bildungsdirektor Stephan Schleiss meldete sich nach ersten Schlagzeilen ebenfalls zu Wort. Hauptgrund für die Trennung seien die unterschiedlichen Vorstellungen von den Aufgaben und der Funktion einer Lehrperson (zentralplus berichtete).

Nun solidarisieren sich Junge Alternative und die Juso Zug mit der Lehrerin

Die beiden Jungparteien schreiben in einer Medienmitteilung, dass sie eine Untersuchung der Entlassung wollen. Konkret schreiben die Parteien in der Mitteilung, Zitat: «Wir fordern eine externe Überprüfung und Aufklärung der Entlassung der Lehrperson wie auch die Aufnahme von sexueller Selbstbestimmung als Teil des Schulunterrichtes». 

Laut «Juso» und «Junge Alternative Zug», wird das Thema sexuelle Selbstbefriedigung eher stiefmütterlich behandelt. Daher wollen die Parteien nicht nur eine Aufklärung des Falls, sondern auch einen Aktionsplan.

«Für die Entwicklung von jungen Menschen zu sexueller Selbstbestimmung und Selbstfindung ist eine zeitgemässe Thematisierung im Unterricht zentral», schreiben die Parteien. Und weiter: «Ebenfalls fordern wir von den Zuger Schulen einen Aktionsplan, wie sie sexuelle Selbstbestimmung in Zukunft in die Bildung einfliessen lassen und gegen das Tabu ankämpfen.»

Der Zuger Bildungsdirektor Stephan Schleiss sah nach den ersten Schlagzeilen keinen Handlungsbedarf für ein weiteres Vorgehen.

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2 Kommentare
  1. Erwin Hess, 28.11.2021, 21:11 Uhr

    Ja aber Frau Bütikofer, der Herr Schleiss begründet doch trotzdem das auslaufen lassen. Und die Begründung ist nun mal fadenscheinig und nicht nachvollziehbar. Bei neuen Lehrern gibt es halt nur befristete Verträge, was dann faktisch auf eine Entlassung hinaus läuft. Die Praxis mit den befristeten Verträgen ist ja eh fragwürdig, weil es per se keine Befristung gibt bei Lehraufträgen. In diesem Fall ist es auch keine Ausnahme wie eine Vertretung. Der eigentliche Skandal sind diese befristeten Verträge, die es u.a ermöglichen schwangeren Frauen zu künden oder halt Leuten die nicht konform sind. Kettenverträge sind verboten. Ich habe das Heu auch nicht auf der gleichen Bühne wie die Juso, und vermutlich hätte ich auch Mühe mit so einer Lehrerin. Das ist aber kein Grund jemand mit solch einer Begründung auf die Strasse zu stellen. Das ist klassischer Zuger Filz. Ich hoffe für Sie, dass sie niemals in eine solche ungerechte Beamten Mühle fallen. Da werden sie einfach zur Sau gemacht.

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  2. Letizia Bütikofer, 24.11.2021, 07:41 Uhr

    Hallo Zentralplus, hallo Juso: Kennt ihr den Unterschied zwischen einer Nichtverlängerung des befristeteten Arbeitsvertrags und einer Entlassung? Es geht hier um Ersteres, und dafür braucht es keinen einzigen Grund.

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