Neue Idee für Cars in Luzern wirft Fragen auf Käme ein unterirdisches Car-Parking dem Tiefbahnhof in die Quere?

2 min Lesezeit 21.08.2017, 16:39 Uhr

Mit einem unterirdischen Parkhaus unter dem Schweizerhofquai – dem Seeparking – liegt eine neue Idee für die fehlenden Carparkplätze auf dem Tapet. Das ruft die FDP auf den Plan: Die Partei will vom Luzerner Regierungsrat wissen, ob die Planungshoheit beim Kanton liege. Und: Käme das angedachte Parking dem Tiefbahnhof in die Quere?

Inseli, Museggparking, Car-Konzept: Die Diskussionen drehen sich immer wieder um Carparkplätze in der Stadt Luzern. Nun macht eine neue Idee die Runde: Ein Team um den Architekten Marc Syfrig plant mit dem «Seeparking» unter dem Schweizerhofquai eine Parkanlage für Cars – weitere Details folgen diese Woche.

«In diesem Zusammenhang stellen sich insbesondere in Bezug auf die Planungshoheit einige Fragen», schreibt die Luzerner FDP. Kantonsrat und Verkehrskommissionsmitglied Herbert Widmer richtet darum einen dringlichen Vorstoss an den Regierungsrat. Grund: Die neu in der Stadt Luzern lancierte Idee eines Carparkings unter dem Schweizerhofquai betrifft auch den Kanton, wesentliche Fragen liegen in dessen Zuständigkeitsbereich.

Die FDP erwarte noch genaue Unterlagen über die technische Machbarkeit, den Einfluss auf die Verkehrsströme am Schweizerhofquai, an Halden-, Löwen-, Alpen- und Dreilindenstrasse sowie über die zu erwartenden Carbewegungen in diesem Bereich.

Die FDP will vom Regierungsrat wissen:

  • Ist es richtig, dass die gebietsspezifisch planungshoheitsrechtliche Instanz der Kanton Luzern ist?
  • Ist es richtig, dass der ganze Bereich «Luzernerhof», von der Ostseite des Hotels Schweizerhof über das «Gotthardgebäude», «Genferhaus» und über den ganzen Platz vor der Hofkirche angesichts des Projekts Durchgangsbahnhof als gesperrter Bezirk für Eingriffe in den Untergrund gilt und damit für den Ostteil des geplanten Projekts «Schweizerhofquai» nicht in Frage kommt?
  • Haben die Initianten diese Frage bei der zuständigen Stelle des Kantons, der Dienststelle Raum und Wirtschaft (rawi) des Bau-, Wirtschafts- und Umweltdepartement (BUWD), besprochen und abgeklärt?
  • Wäre der Kanton Luzern bereit, das Projekt «Durchgangsbahnhof» zugunsten des erwähnten Parkhausprojekts zu ändern? Wäre dies überhaupt möglich?

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