Prozess in Zürich

Mutmassliche Stalker von Spiess-Hegglin vor Gericht

Jolanda Spiess-Hegglin vor einem früheren Prozess 2022. (Bild: ber)

Zwei Männer stehen am Dienstag vor dem Bezirksgericht Pfäffikon. Sie sollen die ehemalige Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin im Netz wiederholt beleidigt und diffamiert haben.

Die Anklage lautet gleich auf mehrere Punkte. So sollen der 49-Jährige und sein 79-jähriger Mitstreiter etwa Bildmontagen erstellt haben, die den Kopf von Jolanda Spiess-Hegglin auf den Körpern von Pornodarstellerin zeigten. Diese Bilder sollen sie auf einer extra erstellten Internetseite veröffentlicht haben. Ausserdem sollen sie die ehemalige Zugerin wiederholt auf Facebook beleidigt haben – etwa als «Lügnerin» und «linke Oberzicke».

Die Staatsanwaltschaft sieht gar konkrete Drohungen. In einem Post in der Facebook-Gruppe «Wir wählen SVP» hiess es etwa: «Es wird so lange weitergehen, bis ein Verrückter durchdreht und…». Aufgrund dieser Aussagen habe Spiess-Hegglin befürchten müssen, dass ihr jemand etwas antun könnte, so die Staatsanwaltschaft.

Polizei verhängte Kontaktverbot

Weiter soll einer der Männer einen Haker gesucht haben, der die Social-Media-Profile der Netzaktivistin hätte haken sollen.

Gegen einen der Männer verhängte die Kantonspolizei ein Kontaktverbot. Er durfte Spiess-Hegglin während drei Monaten auf keinem Kanal mehr anschreiben. Daran soll er sich jedoch nicht gehalten haben.

Nun stehen die beiden Männer vor Gericht. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Website mit den pornografischen Bildern ist mittlerweile nicht mehr online.

Verwendete Quellen
  • Anklageschriften Staatsanwaltschaft See/Oberland Kanton Zürich
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