Justiz
Er soll ein Jahr ins Gefängnis

Luzerner vergewaltigt 13-jährige Tochter der Angestellten

Das Kriminalgericht Luzern hat den 63-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. (Bild: sah)

Das Luzerner Kriminalgericht hat einen 63-jährigen Mann wegen Vergewaltigung schuldig gesprochen. Das Opfer, ein 13-jähriges Mädchen, ist die Tochter einer Angestellten, die bei ihm wohnte. Er hat das Urteil angefochten.

Das Luzerner Kriminalgericht verurteilt den Mann wegen Vergewaltigung, mehrfacher sexueller Nötigung und sexueller Handlung mit einem Kind zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und elf Monaten. Davon soll er zwölf Monate absitzen, wie «Pilatus Today» schreibt. Zudem erhält er ein lebenslanges Tätigkeitsverbot im Umgang mit Kindern. Das begründete Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da der Entscheid angefochten wurde.

«Ersatz-Papi» für Tochter einer Angestellten

Das damals 13-jährige Opfer hat mit ihrer Mutter, die im Betrieb des Beschuldigten gearbeitet hat, neben dem Mann gewohnt. Aus Platzgründen habe das Mädchen jedoch ihr Schlafzimmer in der Wohnung des 63-Jährigen gehabt. Im Laufe der Zeit habe sich aus der Situation eine Art Patchwork-Familie entwickelt, so das Gericht. Er sei wie ein «Ersatz-Papi» für das Opfer gewesen.

Im Zeitraum zwischen 2017 und 2019 habe der Mechaniker sexuelle Handlungen an der damals 12-Jährigen begangen. Zuerst habe er sie unsittlich berührt, später sei es zum Geschlechtsverkehr gekommen.

Der 63-Jährige bestreite gemäss dem Nachrichtenportal den grössten Teil der Vorwürfe. Zudem habe er sie vor dem Geschlechtsverkehr um ihr Einverständnis gebeten, was sie bejaht habe. Für das Gericht jedoch kein Argument: Wegen des bestehenden Abhängigkeitsverhältnisses hätte der Teenager die Frage nicht wahrheitsgemäss beantworten können.

Verwendete Quellen
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