Justiz
Unternehmerin erschleicht Kredite

Luzerner Kriminalgericht verurteilt Corona-Betrügerin

Eine Unternehmerin erschlich sich einen Corona-Kredit über 110'000 Franken und wurde dafür verurteilt. (Bild: Symbolbild Pixabay)

Das Luzerner Kriminalgericht hat eine Corona-Betrügerin zu einer bedingten Haftstrafe von 16 Monaten verurteilt. Die 37-jährige Unternehmerin wollte sich während der Corona-Pandemie unter falschen Angaben mehrere zinslose Corona-Kredite erschleichen.

Die Unternehmerin hatte im März 2020 bei einer Bank erfolgreich einen zinslosen Sofortkredit über 110'000 Franken beantragt. Zum Corona-Kredit ist die Frau gekommen, indem sie der Bank falsche Angaben zu ihrem Unternehmen gemacht hatte.

Nach Erhalt des Geldes überwies die Unternehmerin 40'000 Franken auf das Konto ihres Sohnes und zurück auf ihr eigenes Konto. Mit diesem Manöver wollte sie das Geld waschen. Doch dann lief alles aus dem Ruder.

Beim Versuch, im Mai 2020 bei einer weiteren Bank einen zweiten Kredit im Umfang von 80'000 Franken zu erschleichen, scheiterte die 37-Jährige und flog auf. Die Bank erkannte, dass die Unternehmerin kurz zuvor einen Kredit aufgenommen hatte.

Mehr als 100 Fälle von Corona-Kreditbetrug

Wegen Betrugs, mehrfacher Urkundenfälschung und Geldwäscherei wurde die geständige Corona-Betrügerin verurteilt. Nebst einer bedingten Freiheitsstrafe von 16 Monaten muss sie für die Gerichtskosten im Umfang von knapp 5000 Franken aufkommen. Zudem schuldet sie der Bank, die ihr den Kredit gewährt hatte, Schadenersatz im Umfang von fast 80'000 Franken, wie «20 Minuten» berichtete.

Während der Corona-Pandemie setzte sich der Bund dafür ein, dass Banken den in Not geratenen Unternehmen solche Kredite gewährten. Der geschilderte Fall ist keineswegs der einzige seiner Art. Die Corona-Kredite führten im Kanton Luzern zu mehr als 100 Fällen für die Justiz (zentralplus berichtete).

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