Laptops, Kamera und Kreditkarte geklaut

Dieb bricht mehrfach in Universitätsgebäude ein

Einen 56-Jährigen wird vorgeworfen, mehrere Diebstähle begangen zu haben. Einen davon in Luzern. (Bild: Symbolbild: Adobe Stock)

Ein 56-Jähriger musste sich vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten. Er verschaffte sich mehrmals Zugang in das Gebäude der Universität Zürich und klaute Laptops, eine Spiegelreflexkamera, eine Festplatte und Kreditkarte. Ein Diebstahl ereignete sich in Luzern.

Dem 56-jährigen Deutschen wird vorgeworfen, zwischen Juli 2022 und Mai 2023 insgesamt sechsmal unberechtigterweise ins Gebäude der Universität Zürich im Campus Irchel eingedrungen zu sein.

Mehrere Diebstähle begangen

Wie die «Neue Zürcher Zeitung» berichtet, soll er dabei zwei Laptops, eine Spiegelreflexkamera, eine Festplatte, eine Sporttasche, eine Kreditkarte und 2500 Franken aus einer Geldkassette gestohlen haben. Dies aus Bereichen, die für die Öffentlichkeit nicht zugänglich seien. Zudem soll er einen Laptop umformatiert haben und alle Daten, die darauf waren, gelöscht haben. Unter anderem habe er so die Masterarbeit eines Studenten gelöscht. Einen Diebstahl soll er in Luzern begangen haben.

Wie es im Medienbericht weiter heisst, würden die Einträge des Beschuldigten im deutschen Strafregister bis ins Jahr 1985 zurückreichen. Der Staatsanwalt sprach vor Bezirksgericht Zürich von 36 Verurteilungen des Beschuldigten – wegen Diebstählen oder Gewalt gegen Beamte und Beleidigungen.

Vor Gericht habe der Beschuldigte fast alle Vorwürfe bestritten. Er gab an, Chemie studiert zu haben. Er arbeite als freier Journalist, schreibe aber keine Artikel, sondern recherchiere Informationen zu Hintergründen für Arbeitgeber. Zudem reise er quer durch Europa.

Die Verteidigerin forderte einen vollumfänglichen Freispruch und 200 Franken für jeden Hafttag – der Beschuldigte sitzt seit Mai 2023 in Haft. Insgesamt wären das 76'000 Franken Genugtuung.

Der Staatsanwalt forderte gemäss Medienbericht eine voll vollziehbare Freiheitsstrafe von 22 Monaten und 1000 Franken Busse für mehrfachen Diebstahl, mehrfachen Hausfriedensbruch, betrügerischen Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage und weitere Straftatbestände. Zudem forderte er einen Landesverweis von 12 Jahren.

«Erhebliche kriminelle Energie»

Der Mann wurde schliesslich in allen sechs Vorfällen, welche die Universität Zürich betreffen, schuldig gesprochen. Für einen Diebstahl in Luzern wurde er freigesprochen – mangels Beweisen. Aufgrund seiner vielen Vorstrafen erhielt der Mann eine voll vollziehbare Freiheitsstrafe von 23 Monaten und 350 Franken Busse. Zudem erhielt er einen Landesverweis von neun Jahren. Er verfüge über eine erhebliche kriminelle Energie und sei weder einsichtig noch reuig, habe das Gericht festgehalten.

Verwendete Quellen
  • Artikel «Neue Zürcher Zeitung»
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