Basler Strafgericht hat entschieden

Binswanger wegen Verleumdung Spiess-Hegglins verurteilt

Michèle Binswanger wurde vom Basler Strafgericht verurteilt. (Bild: Andrea Zahler, Tamedia)

Die Journalistin Michèle Binswanger wurde am Mittwoch vom Basler Strafgericht zu einer Geldstrafe verurteilt. Sie soll mit einem Tweet die Zugerin Jolanda Spiess-Hegglin verleumdet haben.

Die Journalistin Michèle Binswanger hat am 4. Mai 2020 einen Tweet veröffentlicht. Heute ist er ihr vor dem Basler Strafgericht zum Verhängnis geworden. Das Gericht kam zum Schluss, Binswanger habe die Zugerin Jolanda Spiess-Hegglin mit dem Tweet verleumdet. Binswanger wehrte sich vor Gericht und sagte: «Ich habe ihr nicht unterstellt, dass sie lügt.»

Das Strafmass: Die Journalistin wird zu einer bedingten Geldstrafe von 9'000 Franken und einer Busse von 1'500 Franken verurteilt, wie «Pilatus Today» schreibt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Fall betrifft Zuger Landammann-Feier

Rund um die Zuger Landammann-Feier im Dezember 2014 bezichtigte Binswanger Jolanda Spiess-Hegglin öffentlich eines unehrenhaften Verhaltens. Sie habe ihr vorgeworfen, wieder und planmässig mit falschen Anschuldigungen strafbare Handlungen zu begehen, obwohl der Vorwurf der Falschanschuldigung bereits durch die Zuger Staatsanwaltschaft untersucht und widerlegt worden sei, so die Basler Staatsanwaltschaft. Dieser Umstand sei Binswanger bewusst gewesen, heisst es im Strafbefehl.

Verwendete Quellen
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