Einbürgerung für Junge in Luzern wird gratis
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Die Hürde zur Einbürgerung wird für junge Personen künftig kleiner.

Städtische Gebühren fallen weg Einbürgerung für Junge in Luzern wird gratis

2 min Lesezeit 6 Kommentare 13.11.2020, 10:37 Uhr

Wer sich in der Stadt Luzern zukünftig einbürgern lassen will und zu jenem Zeitpunkt unter 25 Jahren alt ist, muss auf kommunaler Ebene nichts mehr bezahlen. Dieser Änderung hat das Stadtparlament am Donnerstag zugestimmt.

Kinder und junge Personen unter 25 Jahren müssen künftig keine städtischen Gebühren mehr bezahlen, wenn sie sich einbürgern lassen wollen (zentralplus berichtete). Während junge Ausländerinnen bisher bis zu 1’900 Franken für den roten Pass bezahlten, werden sie künftig von diesem Betrag erlöst. Dem hat das Stadtparlament am Donnerstag zugestimmt.

«Für Kinder und Jugendliche ist es wichtig, dass sie spüren, dass sie ein Teil der Gesellschaft sind», argumentierte Heidi Rast von der Fraktion der Grünen/Jungen Grünen im Rat.

Argumente der Bürgerlichen seien «überheblich und elitär»

Die Debatte im Luzerner Stadtparlament war teilweise hitzig. Während SP, Grüne und Junge Grüne sowie die GLP für die Änderung plädierten, waren die Parteien auf bürgerlicher Seite dagegen. Letztere argumentierten unter anderem, dass man sich den Schweizer Pass auch leisten wollen müsse. Daher dürfe er auch weiterhin etwas kosten.

Seitens der Linksparteien ist diese Aussage gar nicht gut angekommen. Sie warfen den Bürgerlichen vor, elitär und überheblich zu argumentieren, wogegen sich diese wehrten.

Nach einem kurzen, aber regen Schlagabtausch fiel der Entscheid aber klar aus: Personen, die jünger als 25 Jahre alt sind, werden in der Stadt Luzern ab dem 1. Januar 2021 keine Einbürgerungsgebühren mehr bezahlen müssen. Weiterhin fällig werden hingegen die Kosten, die Kanton und Bund für die Einbürgerung in Rechnung stellen.

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6 Kommentare
  1. Mathias Wyss, 13.11.2020, 14:21 Uhr

    Zuoberst in der Mitte weht die blaue EU-Sternli-Fahne am Stadthaus. Warum schenkt die Stadt nicht einfach allen alten und neuen Bürgern den EU-Pass? Wäre doch ehrlicher. Ich mag die Stadt zwar, aber solange diese blaue Fahne dort hängt, kehre ich bestimmt nicht zurück.

  2. Silvan Studer, 13.11.2020, 11:04 Uhr

    Ich habe eine neues Wort kreiert:
    Linkswählerbeschaffungsmassnahme. 😉

    1. CScherrer, 13.11.2020, 11:51 Uhr

      Können Sie ihre Aussage belegen? Wählen eingebürgerte Menschen tatsächlich mehrheitlich links? Vermutlich nur Stammtisch-Palaver.

    2. Dunning-Kruger, 13.11.2020, 14:13 Uhr

      Diese Einschätzung von Studer ist freilich nicht komplett an den Haaren herbeigezogen; denkbar ist es allemal. Es ist auch für mich persönlich sonnenklar, dass es sich hier – nicht nur aber auch – um eine Bewirtschaftung künftiger Wähler handelt. Nur würde man dies bei den Linken und Grünen niemals zugeben; wird nur im Hinterzimmer unter den Parteispitzen strategisch so besprochen. Gegen aussen gibt man sich dann gerne mit System etwas verzettelt und jugendlich-planlos, aber auch das ist blosses Kalkül.

    3. [email protected], 13.11.2020, 16:40 Uhr

      Sowas nennt sich auch „Demokratie“. Bei vielen nicht ganz angekommen aber einer der Grundpfeiler unserer Gesellschaft.

    4. Viktor Gasmus, 14.11.2020, 12:15 Uhr

      Natürlich wählen diese Menschen nach einer erfolgreichen Einbürgerung mehreheitlich Links, sind es ja die Linken die ihre Interessen vertreten. Zu wem fühlen Sie sich wohler gesinnt. Zu einer freundlichen unterstüzenden Person, oder zu einer Person welche Ihre Herkunft pauschal verabscheut und Ihrer Integration Steine in den Weg stellt?

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