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Über die Vorkommnisse an der Landammannfeier wurde viel geschrieben - mehrfach wurden die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten verletzt. (Bild: Collage zentral+)

Aus der Sicht von Markus Hürlimann Journalistin plant Buch über die Zuger Landammannfeier

«Tages-Anzeiger»-Autorin Michèle Binswanger arbeitet derzeit an einem Buch über die Vorkommnisse der Zuger Landammannfeier 2014. Jolanda Spiess-Hegglin befürchtet, dass ihre Persönlichkeitsrechte erneut verletzt werden.

Sechs Jahre ist die Zuger Landammannfeier her, die an Weihnachten 2014 national Schlagzeilen machte. Was damals genau geschah, ist bis heute unklar. Fakt ist: Es kam am Rand der Feier zu einem sexuellen Kontakt zwischen den damaligen Kantonsräten Markus Hürlimann und Jolanda Spiess-Hegglin. Weil der Einsatz von K.O.-Tropfen vermutet wurde, ermittelte die Staatsanwaltschaft Zug gegen Hürlimann wegen Schändung. Dieser wiederum zeigte Spiess-Hegglin wegen Falschbeschuldigung an. Beide Verfahren wurden eingestellt.

Klar ist auch: Mehrere Medien haben nach der Feier die Persönlichkeitsrechte von Jolanda Spiess-Hegglin verletzt. Der «Blick» wurde deswegen erstinstanzlich schuldig gesprochen. Ein Urteil gegen die Weltwoche ist bereits rechtskräftig.

Auch die Journalistin Michèle Binswanger hat sich früh positioniert. Beispielsweise bezeichnete sie die mutmasslich strafbaren Handlungen an jenem Abend bezeichnete sie als «Techtelmechtel» – lange bevor die Ermittlungen dazu abgeschlossen waren.

Versuch, das Vorhaben zu stoppen

Nun arbeitet just jene Autorin des «Tages-Anzeigers» an einem Buch über den Fall. Auch Mitarbeitende von zentralplus wurden von ihr angefragt. Wie die «Luzerner Zeitung» berichtet, gibt Binswanger bei ihren Kontaktnahmen teilweise an, es solle «in erster Line um Markus Hürlimann» gehen, der «seine Sicht der Dinge bislang noch nie ausführlich dargelegt» habe.

Jolanda Spiess-Hegglin befürchtet nun erneute Spekulationen über die Vorkommnisse an jenem verhängnisvollen Abend. «Ich will nicht, dass meine Persönlichkeitsrechte noch einmal verletzt werden», wird sie in der «LZ» zitiert. «Ich will das für meine Familie nicht und auch nicht für Markus Hürlimann. Ich will, dass man uns in Ruhe lässt.»

Spiess-Hegglins Anwältin habe bereits beim Zürcher Verlagshaus Tamedia um ein Gespräch nachgesucht und gebeten, das Vorhaben Binswangers zu stoppen. Bislang ohne Erfolg.

Hier geht es zum Dossier zum Zuger Skandal

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