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Jonas Kaufmann liebt Luzern und Luzern liebt ihn
  • Kultur
  • Rezension
Jonas Kaufmann im Palais Garnier, Paris.

Jonas Kaufmann verzaubert Luzern erneut Jonas Kaufmann liebt Luzern und Luzern liebt ihn

2 min Lesezeit 31.01.2020, 13:05 Uhr

Der deutsche Opernsänger liess trotz Erkältung nichts unversucht, um das anspruchsvolle, farbenreiche Programm bis zum Schluss zu bewältigen. Am Donnerstag stand er im KKL in Luzern auf der Bühne.

Ein Wiedersehen in Luzern mit dem Opernsänger Jonas Kaufmann ist für seine grosse Fangemeinde aus der Gegend immer ein ausserordentliches Vergnügen. Die Erwartungen waren hoch, nicht zuletzt weil die Eintrittspreise hoch waren. Erstaunt sass man da, als der Startenor sichtlich erkältet und leicht hustend die Bühne des KKL betrat. Dennoch: Das Publikum begrüsste den sympathischen Sänger aus München, welcher gerade unterwegs auf einer Tour quer durch Europa ist, mit einem langanhaltenden Applaus.

Hustend und absolut stimmsicher

Bereits im ersten Teil des Abends spürte man Kaufmanns Erkältung, aber schon die ersten Noten brachten die Zuschauer in eine begnadete Stimmung. Auch beim lustigen Uhren-Duett aus der «Fledermaus» – zusammen mit Johanni van Oostrum gesungen – liess Kaufmanns berühmte Atemtechnik die Stimme an Fülle, Kraft und Intensität gewinnen. Der Sänger hatte sich nunmehr komplett in Griff. Auch die Sopranistin hatte sich inzwischen mit der Arie der Gräfin aus der Operette «Wiener Blut» als absolut stimmsicher beweisen können.

Jonas Kaufmann und Johanni van Oostrum mit der Prague Philarmonia im KKL Luzern.

Die Prague Philarmonia, die den ersten Teil des Konzertes mit der schillernden Ouvertüre zu «Eine Nacht in Venedig» begonnen hatte, eröffnete das Programm auch nach der Pause. Das tschechische Orchester spielte mit einem wunderschönen, machtvollen und gleichzeitig runden, geschmeidigen Klang. Es war ein Hochgenuss, diesen Musikern zuzuhören. Auch später mit dem rasanten Marsch «Gruss aus Wien», ebenfalls mit dezenter Begleitung der Sängerinterpretationen. Die südafrikanische Sopranistin Johanni van Oostrum glänzte ihrerseits mit dem berühmten Vilja-Lied aus Lehárs «Lustige Witwe». Obgleich am Schluss ein bisschen forciert, jedoch fein artikuliert.

Zugabe über Zugabe: Das Publikum wollte den Saal nicht verlassen

Der grosszügige Tenor geizte trotz Erkältung nicht mit Zugaben. Überaus charmant sang Kaufmann weitere Glanzlieder, die das Publikum in den Bann zog. Dafür gab es für beide Sänger Rosensträusse und natürlich Standing Ovations.

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