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Jolanda Spiess: Rücktritt aus der Fraktion

2 min Lesezeit 13.11.2015, 07:18 Uhr

Das hat niemand erwartet: Jolanda Spiess-Hegglin tritt per sofort aus der Fraktion im Kantonsrat aus. Sie wird ohne Fraktion weiter im Rat bleiben. Zürücktreten will sie nicht.

«Ich trete mit sofortiger Wirkung aus der kantonsrätlichen Fraktion der Alternativ-Grünen (ALG) aus und werde fortan fraktionslos weiterpolitisieren. Die Konfrontation mit den Ereignissen um meine Person waren auch für meine Parteikolleginnen und -kollegen belastend und absorbierten viel Energie. Mit meinem Schritt möchte ich meiner Partei den Weg aus dieser Umklammerung ebnen.» Mit diesen Worten begründet Jolanda Spiess-Hegglin ihren Entscheid in einer Mitteilung.

Seit der Landammannfeier letzten Dezember wirft der Fall rund um die Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin (Alternative – die Grünen) und den Kantonsrat Markus Hürlimann (SVP) in der Zuger und der Schweizer Öffentlichkeit und in den Medien hohe Wellen.

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Dem Mobbing die Stirn bieten

Vor kurzem hatten die CVP, FDP, SP und GLP die beiden Politiker in einem offenen Brief aufgefordert, von ihren Ämtern zurückzutreten. Einen Rücktritt schloss Spiess-Hegglin in der Mitteilung erneut aus.

Nachdenklich mache mich der Umstand, dass im Vorfeld der Wahlen verschiedene Politexponenten mit beschränkten Fallkenntnissen und pauschalen Rücktrittsforderungen das Rampenlicht gesucht hätten, schreibt Hegglin. «Haben diese Leute es tatsächlich nötig, sich auf Kosten eines persönlichen Schicksals zu profilieren? Diese Attacken verurteile ich, sie vergiften das Klima. Durch einen Rücktritt würde man solches Gebaren noch positiv verstärken. Ich erachte es als wichtig, derartigem politischen Mobbing die Stirn zu bieten. Und schliesslich treibt im Fahrwasser der Mobber eine Herde anonymer Briefeschreiber, welche auf feigste Art und Weise beleidigen, belästigen oder gar drohen. Auch gegen diese möchte ich mich behaupten.»

Neben der Familien-, Umwelt- und Sozialpolitik werde sie sich künftig vermehrt für Frauenrechte und Gleichberechtigung stark machen. «Die Erfahrungen, welche ich in den letzten 11 Monaten mit Sexismus und Frauenfeindlichkeit machen musste, haben mir die Augen geöffnet und zeigen, dass wir zum Teil im Mittelalter stehen geblieben sind.»

Und fügt in kämpferischer Manier an: «Ich lasse mich nicht aufs Schafott führen – von niemandem.»

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