Joker Varol Tasar ist der Heilsbringer für den FC Luzern
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FCL-Torschützen unter sich: Ibrahima Ndiaye (rechts) kann Varol Tasar nach dem spielentscheidenden 2:1 kaum einfangen. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

3:1 gegen den FC Zürich Joker Varol Tasar ist der Heilsbringer für den FC Luzern

3 min Lesezeit 25.04.2021, 18:04 Uhr

Der FCL verwertet den ersten von zwei Satzbällen: Er holt sich die angestrebten drei Punkte gegen einen bedenklich schwachen FC Zürich, einen direkten Widersacher im Kampf gegen den Abstieg. Zum zweiten Mal in dieser Woche erzielte Einwechselspieler Varol Tasar den spielentscheidenden Treffer!

Elf Minuten brauchte er von seiner Einwechslung bis zu seinem nächsten Highlight im FCL-Dress: Varol Tasar reagierte am schnellsten, als sich die Zürcher Verteidiger Nathan und Fabian Rohner im eigenen Strafraum auf den Füssen herumstanden.

Der FCL-Joker schnappte sich in der 76. Minute den Ball, drehte dem herausstürmenden Goalie Yanick Brecher den Rücken zu, um ihn augenblicklich mit einer Finte aussteigen zu lassen und den Ball zur 2:1-Führung ins Tor der Zürcher einzuschieben. Das nennt sich Kaltschnäuzigkeit.

Es ist fast schon Wahnsinn, was dem flinken Angreifer in dieser Woche glückte: Nach seinem späten 1:0 am Mittwoch gegen Lausanne machte er nun für seinen in den Kampf um den Ligaerhalt verwickelten Arbeitgeber die Punkte 4, 5 und 6 klar. Da kann man aus Luzerner Sicht nur den Hut ziehen.

Ersten Satzball verwertet

Der zweite Sieg in dieser Woche gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg verschafft dem FC Luzern etwas Luft. Der FCL war über die gesamte Spieldauer die aktivere Mannschaft, jene, die viel mehr fürs Spielgeschehen tat und den Sieg suchte.

Um es mit den Worten seines Trainers Fabio Celestini zu sagen: Seine Mannen verwerteten den ersten von zwei Satzbällen (zentralplus berichtete). Den nächsten hat der FCL am nächsten Samstag gegen den FC Vaduz. Aktuell liegt er fünf Runden vor Schluss sechs Punkte vor den auf dem Barrage-Platz liegenden Liechtensteinern.

In der zweiten Halbzeit baute der Gastgeber sein Chancenplus deutlich aus, derweil der FC Zürich zu keiner einzigen Torgelegenheit kam. Er war bloss darauf aus, opportunistisch auf Fehler des Gegners zu warten. Kreative Ansätze und offensive Ideen liess er gänzlich vermissen.

In der Nachspielzeit sicherte Pascal Schürpf dem FCL den Sieg auf einen Konter, nachdem FCZ-Goalie Brecher bei einem Corner in den Strafraum der Luzerner gestürmt war. Nach einem Sturmlauf über den ganzen Platz brauchte Schürpf nur noch ins verwaiste Tor einzuschieben.

Ndiaye mit einer Sternstunde

Vor der Pause hinterliess der FC Luzern noch einen zwiespältigen Eindruck. Er kassierte nach 140 Sekunden einen Nackenschlag, als Louis Schaub in der eigenen Platzhälfte einen Fehlpass auf Jordy Wehrmann spielte. Aiyegun Tosin erlief sich den Ball und haute ihn aus 17 Metern via Innenpfosten in die Maschen. Ohne Not hatte sich der FCL in Schieflage gebracht.

Aber das Erstaunliche: Anders als in vielen Spielen davor, zuletzt beim 3:4 gegen den FC Basel, liess er sich diesmal nicht aus dem Konzept bringen. Er blieb in seiner Organisation stabil und spielte weiter, als wäre nichts passiert, er kurbelte sein Angriffsspiel an und hatte klar mehr Spielanteile als der gewohnt defensiv orientierte FC Zürich.

In der 17. Minute wurde der FCL für sein Agieren belohnt. Ibrahima Ndiaye hatte eine Sternstunde. Herrlich, wie er den Ball im gegnerischen Strafraum annahm und mit einem Schuss in die entfernte Ecke zum 1:1 verarbeitete. Es konnte den Luzernern nur recht sein, dass FCZ-Goalie Yanick Brecher bei seinem vergeblichen Abwehrversuch keine optimale Figur machte.

Nach dem Ausgleich gönnt sich der FCL eine Pause

Doch der FCL nach dem Ausgleich war plötzlich nicht mehr jener wie davor. Darum der zwiespältige Eindruck. Nur noch einmal tauchten die Luzerner vor dem Gäste-Tor gefährlich auf. Nach einem Konter blieb Louis Schaub an einem Verteidiger hängen anstatt vorher abzuschliessen.

FCL-Trainer Fabio Celestini hatte dafür wenig Verständnis. Er liess seinem Frust in der Trainer-Zone freien Lauf. Seine Mannschaft hatte plötzlich den Biss verloren, den Mut auch, um gegen einen offensiv ideenlosen FC Zürich einen zweiten Treffer zu suchen. Es konnte nur in der Folge fast nur noch besser werden. Und das wurde es auch.

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