Johnny Burn versöhnt sich mit Luzerner Bank-CEO
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Kann wieder gut schlafen: Comedian Johnny Burn, hier bei einem Auftritt am Gästival. (Bild: zvg)

Nach Rassismusvorfall Johnny Burn versöhnt sich mit Luzerner Bank-CEO

2 min Lesezeit 18.09.2020, 17:30 Uhr

Mitte August wollte der Luzerner Komiker ein Konto bei einer Bank eröffnen. Weil er da mit rassistischen Äusserungen konfrontiert worden sei, forderte er in einem Brief ein Gespräch mit dem CEO der Bank. Dieses Gespräch fand am Dienstag statt.

«Ich kann wieder gut schlafen», sagte Johnny Burn, der mit bürgerlichem Namen Mav Bun heisst, am Freitag gegenüber «20 Minuten». Für die wiederhergestellte Nachtruhe zeichnet sich eine Aussprache verantwortlich, die Burn schon Mitte August gewünscht hat.

Diese fand nun statt. Am Dienstag hätten sich Burn, der CEO und die betreffende Angestellte der Bank persönlich getroffen. Beide hätten sich bei Burn entschuldigt. Dieser ist «darüber jetzt sehr froh». Der Angestellten sei nicht bewusst gewesen, Burn mit ihren Aussagen rassistisch verletzt zu haben. Nach dem Gespräch sei er sich nun sicher, dass die Bank ihre Angestellten mehr auf das Thema Rassismus sensibilisiert habe.

Burn plant Plattform

Der Vorfall mag damit ein versöhnliches Ende gefunden haben, aber für Burn geht der Kampf gegen den Rassismus weiter. Nun will er eine Plattform schaffen, auf der sich Betroffene austauschen können. Dies sei er seinen Kindern schuldig, wie er der Zeitung gegenüber sagte. Schliesslich werden diese auch eines Tages mit Rassismus konfrontiert. «Ich bin mir bewusst, dass ich die Welt nicht verändern kann. Es ist aber sehr wohl möglich, kleine Schritte zu machen», wird Burn weiter zitiert.

Beim Vorfall im August wollte Burn ein Konto bei einer Luzerner Bank eröffnen. Die Angestellte der Bank akzeptierte Burns Fahrausweis jedoch nicht als Beweis seiner Identität. «Es klingt etwas rassistisch, aber Sie sehen nicht aus wie ein Schweizer und ihr Name klingt auch nicht schweizerisch», soll die Bank-Angestellte zum Luzerner Komiker gesagt haben. Auch ihr Vorgesetzter konnte die Situation damals für Burn nicht angemessen klären. Später hat Burn sich mit dem CEO der Bank in Verbindung gesetzt und eine Aussprache gewünscht (zentralplus berichtete).

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