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Luzerns Trainer vermisst Qualität und Leistung
Jetzt setzt Fabio Celestini seinen FCL-Spielern Druck auf

  • Lesezeit: 4 min
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Trotten nach dem 0:1-Rückschlag gegen Sion geschlagen vom Platz (von links): 
Die Luzerner Simon Grether, Filip Ugrinic, Marco Burch, Lorik Emini und Marvin Schulz.
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Trotten nach dem 0:1-Rückschlag gegen Sion geschlagen vom Platz (von links): Die Luzerner Simon Grether, Filip Ugrinic, Marco Burch, Lorik Emini und Marvin Schulz. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Der FC Luzern steht mit Platz 9 in der Tabelle nach wie vor im Halteverbot. Weil er Mühe hat, das Spiel gegen einen bescheidenen FC Sion zu machen, wird er im 13. Saisonspiel mit einer bitteren 0:1-Niederlage abgeschossen. «Von einigen Spielern erwarte ich mehr Leistung und Qualität», sagt FCL-Trainer Fabio Celestini hinterher.

Als Marius Müller rund eine Stunde vor seinem zweiten Comeback nach dem 11. September und dem 1:1 gegen GC den Rasen der Swissporarena zum Aufwärmen betritt, fangen die FCL-Fans an, den charismatischen Goalie mit Sprechchören zu feiern. Der Publikumsliebling zurück, dazu noch Vorkämpfer Pascal Schürpf in der Startaufstellung: Was kann also in diesem wichtigen Heimspiel nach vier Spielen der Ungeschlagenheit schiefgehen?

Gut zwei Stunden später machte FCL-Trainer Fabio Celestini allerdings einen ziemlich bedienten Eindruck. Nichts war’s mit dem zweiten Saisonsieg in der Meisterschaft. Es hat nicht mal zum Punktgewinn gereicht (zentralplus berichtete). Stattdessen setzte es eine «schlechte Niederlage», wie sich der 46-jährige Romand ausdrückte.

Diese hat den FCL in seinem Bestreben, einen weiteren Schritt aus den Niederungen der Tabelle herauszumachen, empfindlich zurückgeworfen. Der Cupsieger wollte den 8’241 Zuschauern auf der Allmend demonstrieren, dass er mehr drauf hat als nur pragmatischen Resultat-Fussball (zentralplus berichtete). Aber dieser Vorsatz ging gründlich in die Hosen.

Der eine FCL-Fehler zu viel

In der ersten Halbzeit liess FCL-Angreifer Ibrahima Ndiaye eine gute Chance liegen, nach der Pause erst Marvin Schulz, dann Varol Tasar und zuletzt Dejan Sorgic. «Wenn du Mühe hast mit der Effizienz im Abschluss, ist es umso wichtiger, die restlichen Details auf dem Platz richtig zu machen», befand Fabio Celestini hinterher.

Das heisst in der Quintessenz, zumindest keinen Gegentreffer zuzulassen. Dann hätte es zumindest für einen Punktgewinn gereicht. Doch defensiv machte der FCL letztlich eben den einen Fehler zu viel, der in eine grobe Enttäuschung führte. «Die Entstehung dieses Gegentors zu akzeptieren fällt mir schwer», bemerkte der Cheftrainer.

«Einfache Bälle zu verlieren tut weh. Das gibt dir ein schlechtes Gefühl.»

FCL-Trainer Fabio Celestini

Auf die Frage von zentralplus, warum sich dieser FCL so schwer tue, das Spiel zu machen, platzte es aus Fabio Celestini heraus: «Wir schöpfen unser Potenzial nicht aus und schaffen keine Kontinuität.» In der ersten Halbzeit hätten sie zu Beginn die Spielkontrolle für gut zehn Minuten gehabt, aber dann hätten sich eine Reihe von Fehlpässen eingeschlichen.

«Einfache Bälle zu verlieren tut weh. Das gibt dir ein schlechtes Gefühl», monierte er und stellte klar: «Deshalb haben wir das Spiel zwischenzeitlich aus der Hand gegeben. In der zweiten Halbzeit fehlte es an der Effizienz, um dem Gegner den entscheidenden Wirkungstreffer zu verpassen. Das müssen wir dringend besser hinkriegen.»

Seine Spieler müssen endlich liefern

Fabio Celestini wies zwar darauf hin, dass der bisherige Saisonverlauf seiner Mannschaft einiges an Selbstvertrauen genommen habe. Trotzdem sagte er: «Von einigen Spielern erwarte ich mehr Qualität und Leistung.» Ihm und seinen Mannen bleiben nun vor der am Montag anbrechenden Nationalmannschaftspause zwei Wochen Zeit, um die richtigen Stellschrauben zu justieren.

«Bis jetzt hat immer etwas gefehlt in dieser Saison.»

Bis zum Jahreswechsel hat sein Team noch die Spiele in Lugano (auswärts), Basel (Heimspiel), Zürich (a), GC (a) und Servette (h) vor der Brust. Ist die nächste Herausforderung ein gutes Omen? Im Tessin hat der FCL vor rund sieben Monaten die Wende geschafft, darauf erst den Ligaerhalt gesichert und mit dem Cupsieg den ersten Pokal seit 29 Jahren gewonnen.

«Bis jetzt hat immer etwas gefehlt in dieser Saison. Erst standen wir bei stehenden Bällen im Schilf, dann klappte es in unserer Defensive nicht und jetzt passt es nicht auf den letzten 30 Metern», sinnierte Fabio Celestini.

Input mit Müller und Schürpf fruchtete nicht

Am Samstagabend warf er die Teamleader Marius Müller und Pascal Schürpf, der in der 60. Minute nach der Auswechslung von Christian Gentner die Captainbinde übernahm, von Beginn weg rein. In der Hoffnung, dass sie dem Team «gute Energie» verleihen könnten.

Müller machte einen tadellosen, aber nicht immer sicheren Job: Er hatte Glück, dass der Ball nach der verunglückten Abwehr gegen einen Schuss von Adryan knapp nebens Tor kullerte. Schürpf versuchte alles, um dem Offensivspiel der Luzerner entscheidende Impulse zu geben. Doch das Wettkampfglück war ihm nicht hold.

Darum stellte Fabio Celestini ernüchtert fest: «Aber auch dieser Input reichte nicht.» Er muss noch weiter schrauben am FCL-Boliden 2021/22, damit dieser seine PS endlich auf den Platz zu bringen vermag.

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2 Kommentare
  1. Karl Ottiger, 08.11.2021, 13:44 Uhr

    Für die leblose Mannschaft brauchst du kein Fussballstadion da reicht der Parkplatz vom Friedental ich hab denn Fernseher mitte zweiter Halbzeit ausgeschaltet. Das wizige an der ganzen Geschichte ist das du Leute findest die das monatlich finanzieren wenn im Profifußball wirklich ein bisschen Charakter herrschen würde müssten einige Spieler sagen ich bin mit der hälfte ende monat noch sehr gut bedient. Aber dem wird nie so sein weil es ein Geschäft ist wo sich vom Trainer über die Spieler eigentlich alle überschätzen und darum von der ideal Linie abkommen.

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  2. Mac Tanner, 07.11.2021, 15:50 Uhr

    Nach knapp zwei Jahren kann man es kurz und knapp zusammenfassen…… Fabio Celestini ist in Luzern grandios gescheitert. Punkt!

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