Jetzt regt sich Widerstand gegen eine «Tierfabrik» in Hünenberg
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Familie Schuler plant einen neuen Stall. (Bild: chueweid-huenenberg.ch)

Stall für über 1'000 Kühe geplant Jetzt regt sich Widerstand gegen eine «Tierfabrik» in Hünenberg

2 min Lesezeit 06.07.2018, 12:31 Uhr

Gegen ein grosses landwirtschaftliches Projekt in Hünenberg regt sich Widerstand. Insbesondere die Umweltschutzverträglichkeit sei nicht gewährleistet, moniert die Stiftung Landschaftsschutz. Sie wünscht betriebliche Alternativen zur Tierfabrik, die landschafts- und klimaverträglicher wären.

Bauernfamilie Schuler plant in Hünenberg einen neuen Stall. Dieser soll für über 1’000 Tiere Platz bieten. Dazu muss eine landwirtschaftliche Spezialzone geschaffen werden, worüber das Hünenberger Stimmvolk wohl noch dieses Jahr befinden wird.

Doch nun regt sich Widerstand. Die Stiftung Landschaftsschutz hat sich mit einer Mitteilung an die Öffentlichkeit gewandt. Die massive Vergrösserung eines heute schon weitgehend in Bezug auf die eigene Betriebsfläche (32 Hektaren) überdimensionierten Tierhaltungsbetriebs» in der Reussebene, ist der Stiftung ein Dorn im Auge. Der heutige Tierbestand von 247 Milchkühen und 222 Jungtieren soll auf 1’040 massiv vergrössert und nach dem Prinzip «all-in-one» in eine gigantische 230 x 50 x 20 Meter grosse Industriehalle versorgt werden.

Auf einer Visualisierung ist das neue Projekt bereits zu sehen.

Auf einer Visualisierung ist das neue Projekt bereits zu sehen.

(Bild: chueweid-huenenberg.ch)

Das Futter müsste weitgehend zugekauft werden und die Gülle würde weiträumig an andere Baubetriebe verteilt, was zu einer Verödung der Wiesen und einer Verschärfung der eh schon grossen N-Belastung der Böden und zu Klimagasemissionen führe. «Solche bodenunabhängigen Tierfabriken sind in der Schweiz nicht nur äusserst selten, sondern schaden auch dem Image der Schweizer Landwirtschaft», hält der Landschaftsschutz fest.

Der vorgesehene Standort ist als kantonales Landschaftsschongebiet im Richtplan geschützt. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung müsste durchgeführt werden. Die Stiftung Landschaftsschutz wünscht betriebliche Alternativen zur Tierfabrik, die landschafts- und klimaverträglicher wären.

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