Jetzt ist Sursee der Corona-Hotspot des Kantons
  • Gesellschaft
Im Wahlkreis Sursee gibt es derzeit im Verhältnis zur Bevölkerung am meisten Corona-Fälle. (Bild: Screenshot Luzerner Kantonalbank)

Auf 100'000 Einwohner kommen 173 Fälle Jetzt ist Sursee der Corona-Hotspot des Kantons

2 min Lesezeit 6 Kommentare 11.03.2021, 16:00 Uhr

Die Coronafallzahlen im Verhältnis zur Bevölkerung waren zuletzt in der Stadt Luzern am höchsten. Das hat sich inzwischen geändert. Nun liegt die Region Sursee an der Spitze.

In den letzten sieben Tagen ist die Anzahl bestätigter Coronafälle im Kanton Luzern um 69,3 Prozent auf 403 angestiegen. Pro 100’000 Einwohner waren dies 97,6 bestätigte Fälle. Der R-Wert liegt aktuell bei 1,25 – damit sind die Bedingungen des Bundes für weitere Lockerungen derzeit nicht erfüllt (zentralplus berichtete).

Wo liegt das Problem? Im Kanton Luzern wird die Entwicklung der Coronafallzahlen unter anderem auf ihre räumliche Verteilung hin festgehalten. Zulezt war die 14-Tages-Inzidenz, also die Zahl der bestätigten Fälle in den letzten zwei Wochen im Verhältnis zur Anzahl Einwohner des Gebiets, in der Stadt Luzern am höchsten (zentralplus berichtete).

Doch nun hat die Region Sursee die Stadt Luzern knapp überholt. Aktuell ist die Inzidenz im Wahlkreis Sursee mit 173 Fällen pro 100’000 Einwohner am höchsten. An zweiter Stelle steht die Stadt Luzern mit 171,4 Fällen, gefolgt vom Wahlkreis Luzern-Land mit 167,3 Fällen.

Der Bundesrat hat sich schweizweit zum Ziel gesetzt, die 14-Tages-Inzidenz auf einen Wert von 165 zu bringen, bevor weitere Lockerungen beschlossen werden.

Die Inzidenz hat nichts mit steigenden oder sinkenden Fallzahlen zu tun, sondern ist eine Momentaufnahme und setzt die aktuelle Fallzahl in Relation zur Bevölkerung. Ende des Jahres war die 14-Tages-Inzidenz jeweils in ländlichen Wahlkreisen am höchsten. Etwa im Entlebuch (zentralplus berichtete) oder im Raum Willisau (zentralplus berichtete). Dabei gibt es allerdings zu bedenken: Je weniger Einwohner eine Region hat, desto stärker wirken sich auch die effektiven Fallzahlen auf die Inzidenz aus.

Kantonsarzt Roger Harstall erklärte es im November gegenüber zentralplus so: «Ein zusätzlicher Fall im Wahlkreis Entlebuch mit einer Bevölkerungszahl von rund 24’000 Personen führt zu einem Inzidenzanstieg von 4, während ein Fall im Wahlbezirk Luzern-Stadt mit rund 80’000 Einwohnern den Wert um ‹nur›  1,25 ansteigen lässt.»

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6 Kommentare
  1. Daniel Steiner, 11.03.2021, 17:54 Uhr

    Es wäre interessant wenn Herr Harstall auch eine Erklärung für diese Entwicklung hat. Gibt es Cluster, was für Leute stecken sich an? Seit einem Jahr hinkt die Schweiz in Bezug auf solche Zahlen hinterher, oder darf man sie wegen politischer Korrektheit nicht publizieren?

  2. Peter Bitterli, 11.03.2021, 17:32 Uhr

    Aha. Jaja. Und wer wurde getestet? Symptomatische? Asymptomatische? Im Spital Vorsprechende? Schulklassen? Ganze Quartiere? Stichproben? Alte? Junge? Clusters? Migroskunden? Impfende? Geimpfte? Heimbewohner? Und was ist mit der „Dunkelziffer“? 1:5? Oder doch 1:20?
    Das Römerreich wurde 1000 Jahre lang auf der Basis von Leberschau und Vogelflug regiert. Wir haben Computermodelle und Hotspots.

    1. lucifer, 11.03.2021, 21:19 Uhr

      😀😀😀😀😀😀😍😍😍😍😍🙈🙈🙈🙈

    2. Peter Bitterli, 11.03.2021, 22:27 Uhr

      Luci ❤️
      Tagsüber ist meine Frau auf Arbeit. Meine Tochter ist in der Schule. Komm doch mal vorbei; ich zeige Dir meine Briefmarkensammlung.

    3. lucifer, 12.03.2021, 21:18 Uhr

      sehr gerne:) ich bring snacks mit🥰

  3. Andrea, 11.03.2021, 17:08 Uhr

    Blablabla. Ich kanns nicht mehr lesen.

    Pünktlich zur anstehenden BR Verkündigung, wieder so Zeugs rumschreiben dass alle denken es sein in Ordnung, dass wir immer noch nicht zur Normalität zurückkehren dürfen.

    Tut doch wieder die Läden zu und schliesst am besten auch die Spitäler. Die sind nämlich LEER!

    Hört endlich auf damit!!!!

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