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Jetzt ist Pfister gegen das «C» im Namen seiner Partei
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CVP-Chef will der Basis bis im Herbst eine «Öffnungsstrategie mit Namensänderung» vorlegen. (Bild: wia)

Kehrtwende des Zuger CVP-Chefs Jetzt ist Pfister gegen das «C» im Namen seiner Partei

1 min Lesezeit 5 Kommentare 28.06.2020, 08:56 Uhr

Bei seinem Amtsantritt 2016 als Präsident der CVP wollte er die Seinen wieder als christliche Wertepartei positionieren. Doch jetzt empfindet der Zuger Nationalrat Gerhard Pfister das «C» nur noch als Handicap.

Der Erfolg mit Pfister an der Spitze der Partei blieb an der Urne aus. «Jetzt besteht Handlungsbedarf», sagt der 57-Jährige. Der «Sonntagszeitung» liegt eine parteiinterne Studie vor, die besagt: Das «C» im Parteinamen hat ausgedient.

Eine gross angelegte repräsentative Umfrage bei Stimmberechtigten einerseits und CVP-Parteimitgliedern andererseits hat zur Kehrtwende geführt.

79 Prozent der Stimmberechtigten halten «einen Namen, der Bezug auf christliche Werte nimmt», für die unattraktivste aller Namensoptionen. Auch 53 Prozent der Parteimitglieder stiessen ins gleiche Horn.

«Die Mitte» als Namensorientierung

Der künftige Name der Partei sei noch nicht definiert. Aber er wird sich am Begriff «Die Mitte» orientieren. Pfister sagt, dass er der CVP-Basis bis im Herbst eine Öffnungsstrategie mit einem Namenswechsel vorlegen wolle.

Bei den Wahlen im letzten Herbst kam die Partei bloss noch auf 11,4 Prozent der Stimmen. Mit einer Namensänderung könnte die Partei hingegen wieder auf 15 Prozent kommen, hiess es bei einer CVP-internen Präsentation der Studie.

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5 Kommentare
  1. Meister, 28.06.2020, 18:58 Uhr

    Es gibt in der politischen Landschaft der Schweiz 2 Parteien, die einen Bezug haben zu christlich- abendländischen Kultur, die CVP und die EVP. Letztere hat es begriffen, dass der Marketingwert dieser Ausrichtung grösser ist, als der vermeintliche Zugewinn, sogenannter Mittewähler, darum beteiligt sie sich nicht an den Fusionsbemühungen. der CVP und BDP, die bei nächsten Wahlen sowieso von der Bildfläche verschwinden wird.
    Es ist nicht der Buchstabe der den Erfolg verhindert. Es ist die Glaubwürdigkeit der Parlamentsvertreter/innen. Mit Mitte holt man keine Lorbeeren, sondern mit überzeugenden Inhalten und entsprechender Haltung.
    Gerhard Pfister & Co haben kein Rezept, wie die 70’000 Stimmen im Jahr 2023 zu holen sind, damit wenigstens das Resultat von 2015 plus die Abgänge aus Entäuschten CVP und CSV Wählenden wieder wettgemacht werden kann.

  2. Jörg Willi, 28.06.2020, 17:54 Uhr

    Die Frage drängt sich auf: Geht es Herrn Pfister und den anderen C-Gegnern eigentlich nur darum, mehr Mitglieder zu generieren? Ist mehr denn auch besser? Ich finde, eine Partei, die sich zu den christlichen Werten bekennt, ist heute mehr gefragt, denn je. Leider macht sich der Wertezerfall auch in der Politik breit und nagt wie ein Engerling an den Wurzeln der abendländischen Kultur. Weil ich denke, dass die Abkehr vom C viele treue CVP Wähler verärgern und enttäuschen wird, läuft die ganze Übung möglicherweise auf ein Nullsummenspiel heraus.

  3. mebinger, 28.06.2020, 13:31 Uhr

    Offenbar gehört auch er zu denjenigen, die Christlich und Katholisch gleich setzen, für die FDP ist das genial, den ohne C verabschiedet sich die CVP in die Bedeutungslosigkeit

    1. Don Rudo, 28.06.2020, 13:52 Uhr
    2. Manjaro, 28.06.2020, 17:33 Uhr

      Und was der Obernörgler meint ist sowieso egal

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