Jetzt ist die Stadt Luzern der Corona-Hotspot des Kantons
  • Regionales Leben
Der Wahlkreis Luzern-Stadt hat neuerdings die höchste 14-Tages-Inzidenz. (Bild: Unsplash/Simon Infanger)

Auf 100'000 Einwohner kommen hochgerechnet 330 Fälle Jetzt ist die Stadt Luzern der Corona-Hotspot des Kantons

2 min Lesezeit 2 Kommentare 02.02.2021, 14:56 Uhr

Die Corona-Fallzahlen im Verhältnis zur Bevölkerung sind in den ländlichen Wahlkreisen des Kantons Luzern lange Zeit höher gelegen als in der Stadt Luzern. Doch das hat sich inzwischen geändert. Nun liegt Luzern-Stadt an der Spitze.

Im Kanton Luzern wird die Entwicklung der Corona-Fallzahlen auch auf ihre räumliche Verteilung hin festgehalten. Die 14-Tages-Inzidenz, also die Zahl der bestätigten Fälle in den letzten zwei Wochen im Verhältnis zur Anzahl Einwohner des Gebiets, war in den vergangenen Monaten jeweils in ländlichen Wahlkreisen am höchsten. Etwa im Entlebuch (zentralplus berichtete) oder im Raum Willisau (zentralplus berichtete).

Doch nun hat sich das Blatt gewendet. Aktuell ist die Inzidenz im Wahlkreis Luzern-Stadt mit 330,7 Fällen pro 100’000 Einwohner am höchsten. An zweiter Stelle steht Willisau mit 295 Fällen pro 100’000 Einwohner, gefolgt vom Entlebuch mit 285,9 Fällen.

Die aktuelle 14-Tagesinzidenz im Kanton Luzern. (Bild: Lustat Statistik Luzern)

Zahlen sind mit Vorsicht zu geniessen

Je weniger Einwohner eine Region hat, desto stärker wirken sich auch die effektiven Fallzahlen auf die Inzidenz aus. Kantonsarzt Roger Harstall erklärte im November gegenüber zentralplus: «Ein zusätzlicher Fall im Wahlkreis Entlebuch mit einer Bevölkerungszahl von rund 24’000 Personen führt zu einem Inzidenzanstieg von 4, während ein Fall im Wahlbezirk Luzern-Stadt mit rund 80’000 Einwohnern den Wert um «nur» 1,25 ansteigen lässt.»

Umso mehr erstaunt es, dass nun die bevölkerungsdichteste Region im Kanton plötzlich an der Spitze steht. Auf Anfrage relativiert David Dürr, Leiter Dienststelle Gesundheit und Sport, jedoch: «Die Inzidenz hat nichts mit steigenden oder sinkenden Fallzahlen zu tun, sondern ist eine Momentaufnahme und setzt die aktuelle Fallzahl in Relation zur Bevölkerung.»

Dennoch sei es wichtig, sich weiterhin konsequent an die vom Bund und Kanton verordneten Massnahmen zu halten. Dazu zählt auch die Maskenpflicht in Fussgängerzonen. Dies sei jetzt umso wichtiger, «da wir bereits mutierte Viren nachgewiesen haben im Kanton Luzern», so Dürr.

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2 Kommentare
  1. Andy Bürkler, 02.02.2021, 16:57 Uhr

    Also mit anderen Worten: Die Zahlen sagen so gut wie nichts aus, aber für Panikmache reicht es allemal?

    1. Dani, 04.02.2021, 05:28 Uhr

      Genau so ist es. Hört doch endlich auf mit diesen Zahlen. Das ist und bleibt eine Panikmacherei. Man würde lieber wieder die Restaurants wieder öffnen, denn da lief alles schön geregelt und Ansteckungen gab es ja praktisch keine. Meines Wissens.

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