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Jetzt geht’s den Parkplätzen auf dem Zuger Postplatz an den Kragen
  • Politik
Neue Röhren werden auf dem oberen Posptplatz verlegt. (Bild: mam)

Trotz Bauarbeiten: 4 Jahre warten auf Strassencafè Jetzt geht’s den Parkplätzen auf dem Zuger Postplatz an den Kragen

3 min Lesezeit 25.07.2018, 05:31 Uhr

Auf dem oberen Postplatz in Zug haben Erneuerungsarbeiten begonnen – damit startet wohl die Umgestaltung in einen verkehrsfreien Platz. Dieser kommt ziemlich leer daher, bis ein Strassencafé ihn beleben soll.

Jahrelang wurde gestritten und gewerweisst, was mit dem Zuger Postplatz geschehen soll. Ob der Platz im Herzen der Stadt ganz oder teilweise verkehrsfrei werden soll und wie er dereinst aussehen würde. Um es vorwegzunehmen: Er wird mindestens in den nächsten vier Jahren ziemlich leer ausschauen.

Doch der Reihe nach: Nach der jüngsten Volksabstimmung in der Stadt Zug ist klar, dass der untere Postplatz ein Parkplatz bleiben wird (zentralplus berichtete). Aber auf dem oberen Teil werden nun Nägel mit Köpfen gemacht. Die dortigen Parkplätze wurden bereits abgesperrt und von Baumaschinen in Beschlag genommen.

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Oberer Parpkplatz ist weg – Sanierungsarbeiten auf dem Postplatz in Zug.

Oberer Parkplatz ist weg – Sanierungsarbeiten auf dem Postplatz in Zug.

(Bild: mam)

Den ganzen Herbst wird gegraben und gepflastert

Allerdings werden nicht 60 Parkplätze aufgehoben, die durch 100 Parkplätze im neuen Parkhaus am Postplatz ersetzt werden – sondern nur deren 18. Aber es sind jene 18, welche die Schaffung einer Begegnungszone auf dem oberen Teil des Platzes bisher verunmöglichten. Die Stadt hat den Bebauungsplan nach der Abstimmung angepasst – und dem Kanton zur Vorprüfung eingereicht (zentralplus berichtete).

«Mir gefällt, dass der Postplatz alle möglichen Nutzungen zulässt.»

André Wicki, Stadtratsvizepräsident (SVP), Zug

Gelocht wird nun schon seit über einer Woche. Denn es stehen auf dem Postplatz und der nahen St.-Antons-Gasse und Falkengasse umfassende Sanierungsarbeiten an. Diese dauern länger, da mehrere Werkleitungen ersetzt werden müssen. Ziel ist es, dass die Baumaschinen bis zum Märlisunntig im Spätherbst wieder verschwunden sind.

Verzögerer gelangt ans Verwaltungsgericht

Beste Chancen also, dass dies gleich der Auftakt zur definitiven Umgestaltung des oberen Postplatz ist, obwohl ein letzter Verzögerungsversuch läuft. Gegen die definitive Aufhebung der 18 Parkplätze wurde nämlich eine Beschwerde beim Zuger Verwaltungsgericht eingereicht.

Visualisierung des künftigen oberen Postplatzes.

Visualisierung des künftigen oberen Postplatzes.

(Bild: zvg)

Wie die Stadt Zug bereits im Mai mitteilte, hat das Gericht nicht die Streichung der Parkplätze an sich zu beurteilen, sondern nur, ob die Parkplätze formell richtig aufgehoben wurden. Gerichtsschreiber Peter Kottmann sagte auf Anfrage von zentralplus, dass er mit einem Entscheid im Verlaufe des Herbstes rechne.

Zeit also, sich mit dem neuen Erscheinungsbild des oberen Postplatzes zu beschäftigen. Die Pläne der Stadt zeigen, dass die Umgestaltung nicht nur den Postplatz an sich umfasst, sondern auch den Raum südlich der ehemaligen Hauptpost – zur Schanz und zur St.-Antons-Gasse hin.

Kein Grün, nur Grau

Auf dem Areal wird der Verkehr wie bis anhin geführt – über dekorative Streifen, die sich auf den verkehrsbefreiten Teil des Postplatzes fortsetzen. Bäume, Hecken oder Blumen sind keine vorgesehen.

«Angedacht ist, dass die ehemalige Hauptpost eine Gastronutzung erhält und den Platz belebt.»

Nicole Nussberger, Baudepartement, Stadt Zug

«Der Platz soll multifunktional genutzt werden können und auch befahrbar bleiben», sagt Nicole Nussbaumer, Departemenssektretärin im Baudepartement der Stadt Zug. Man will ihn zum Beispiel für den Märlisunntig, den Weihnachtsmarkt, einen Handwerkermarkt und anderes mehr nutzen können.

Strassencafé erst in vier Jahren

«Wir geben mit diesem Platz der Altstadt wieder ein Stück Geschichte zurück», sagt Stadtratsvizepräsident und Bauchef André Wicki (SVP). Er stört sich nicht an der Leere: «Mir gefällt, dass er alle möglichen Nutzungen zulässt.» Man habe sich bezüglich der Möblierung Gedanken gemacht. «Sicher wird es verschiedene Sitzgelegenheiten geben, die wir entfernen, wenn Veranstaltungen durchgeführt werden. Zudem gibt’s auf dem oberen Postplatz zusätzliche Veloabstellplätze.»

Hoffnung auf mehr Italianità besteht indes durchaus – wenn auch erst in einigen Jahren. «Angedacht ist auch, dass die ehemalige Hauptpost eine Gastronutzung erhält und den Platz so belebt», sagt Nicole Nussberger. Aufgrund bestehender Verträge werde dies aber wohl kaum vor 2021 der Fall sein.

Hinter der ehemaligen Hauptopst entsteht eine zusätzliche belebte Fläche.

Hinter der ehemaligen Hauptopst entsteht eine zusätzliche belebte Fläche.

(Bild: mam)

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