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Jetzt fällt der Leinenzwang am Tribschenhorn
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Die Hunde und Spaziergänger auf dem Churchill-Quai: So ist die Situation heute. (Bild: pze)

Stadt Luzern führt dritte Hunde-Freilaufzone ein Jetzt fällt der Leinenzwang am Tribschenhorn

3 min Lesezeit 28.09.2017, 08:47 Uhr

Es tut sich einiges in der Stadt Luzern betreffend Hundehaltung im öffentlichen Raum. Als letzte Massnahme soll eine dritte Hunde-Freilaufzone im Gebiet Tribschenhorn eingerichtet werden. Dies analog dem Churchillquai auch als zweijähriges Pilotprojekt. Damit die Sache ein Erfolg wird, nimmt die Stadt auch die Hundehalter in die Pflicht.

Die Haltung von Hunden in der Stadt Luzern führt gelegentlich zu Konflikten (zentralplus berichtete). Der Stadtrat hatte deshalb eine Arbeitsgruppe eingesetzt und Massnahmen beschlossen. Als zweijähriges Projekt wurde im Mai 2017 nebst der Hunde-Freilaufzone auf der Allmend eine zweite Hunde-Freilaufzone am Churchillquai eröffnet (zentralplus berichtete). Die am Churchillquai wurden mit einem Faltblatt über die städtische Hundehaltung informiert und sensibilisiert.

Die IG Hundewiese arbeitet eng mit der Stadt zusammen und engagiert sich vor Ort dafür, dass die Hundefreunde die Auflagen einhalten. Die SIP (Sicherheit Intervention Prävention) und die Luzerner Polizei sind regelmässig auf der Hundewiese präsent.

Neue Hunde-Freilaufzone ab Frühling 2018

Als weitere Massnahme soll im Frühling 2018 die dritte Hunde-Freilaufzone im Gebiet Tribschenhorn eröffnet werden, ebenfalls als zweijähriges Pilotprojekt, wie die Stadt Luzern mitteilt. Aktuell gilt auf dem Tribschenhorn ein Leinenzwang für Hunde.

Ein Landschaftsarchitekturbüro ist mit der Planung und Umsetzung der Hunde-Freilaufzone Tribschenhorn beauftragt. Zurzeit gibt es auf der betroffenen Fläche zahlreiche Nutzungen, was immer wieder zu Konflikten führt. Sämtliche Nutzungen sollen auch mit der neuen Hundewiese weiterhin möglich sein, jedoch auf klar definierten Teilflächen.

An den notwendigen Stellen wird die Hunde- Freilaufzone gegenüber den restlichen Teilflächen mit gestalterischen Elementen wie einem Zaun mit Drähten (Höhe mindestens 100 cm), Büschen oder einem flachen Graben ergänzt mit Wild- stauden abgegrenzt. So wird vermieden, dass die Hunde auf die angrenzenden Flächen gelangen.

Zugang zum See

Wie am Churchillquai wird auch am Tribschenhorn im Rahmen der Pilotphase der Zugang für die Hunde zum See mit einer Toleranzzone (kein Leinenzwang) ermöglicht. Neue Sitzmöglichkeiten dienen als Aufenthalts- und Begegnungsorte. Auf der Wiese wird zusätzlich ein Wegnetz erstellt, welches zu einer Nutzungsentflechtung und damit zu einer Verminderung von Konflikten führt.

Bei den Ein- und Ausgängen zur Hunde-Freilaufzone werden Hundekot-Stationen angebracht. Eine neu installierte Signalisation führt zu klaren Verhältnissen vor Ort. Auch am Tribschenhorn werden die SIP und die Luzerner Polizei die Einhaltung der Auflagen kontrollieren.

Für die Erstellung dieser Hunde-Freilaufzone ist ein Baugesuch notwendig. Vorgesehen ist die Eröffnung im Frühling 2018.

Positive Erfahrungen am Churchillquai

Die Stadt ist zuversichtlich, dass auch die dritte Hundefreilaufzone ein Erfolg wird. Dabei stützt sie sich auf erste, positive Erfahrungen mit der Hundewiese am Churchillquai. Aus Sicht der Stadt Luzern, der Luzerner Polizei und der IG Hundewiese Luzern hat sich die Situation vor Ort beruhigt und verbessert. Dies zeigt die Auswertung des Monitorings. Die Nutzungskonflikte konnten entschärft werden. Erkannt ist, dass bei einzelnen Punkten (Beschilderung, Hecken-Abgrenzung, Veranstaltungen) Verbesserungspotenzial besteht. Diese Verbesserungen werden nun umgesetzt.

Nach zwei Jahren werden die Ergebnisse ausgewertet und anschliessend entschieden, ob die beiden Hunde-Freilaufzonen definitiv eingerichtet bleiben, Anpassungen notwendig sind oder ob die Zonen wieder aufgehoben werden sollen. Es liegt zu grossen Teilen bei den Hundehaltern selbst, ob dieses Projekt ein Erfolg wird: Je weniger Beschwerden wegen ihrer Hunde, umso grösser die Chancen.

Kurt Imhof lässt keine Gelegenheit ungenutzt, die Hündeler auf seine IG Hundewiese aufmerksam zu machen.

Kurt Imhof lässt keine Gelegenheit ungenutzt, die Hündeler auf seine IG Hundewiese aufmerksam zu machen.

(Bild: pze)

 

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